Bruder-Konrad-Jahr Klosterkirche Sankt Konrad in Altötting wird wiedereröffnet

09.04.2018

Heuer wird im Bistum Passau das Jubiläumsjahr des in ganz Bayern populären heiligen Bruder Konrads begangen. Es findet anlässlich seines 200. Geburtstags statt.

Die Bruder-Konrad-Kirche in Altötting.
Die Bruder-Konrad-Kirche in Altötting. © imago

Altötting – Die Klosterkirche Sankt Konrad der Kapuziner im oberbayerischen Wallfahrtsort Altötting wird am 21. April mit einem Gottesdienst samt Altarweihe wiederöffnet. Diesem steht der Passauer Bischof Stefan Oster vor, wie Pater Norbert Schlenker am Montag bekanntgab. Die Messfeier wird aufgrund des erwarteten Andrangs von Gläubigen mittels Leinwänden auch in die Basilika Sankt Anna übertragen.

Anlässlich des 200. Geburtstag des heiligen Bruder Konrad von Parzham (1818-1894) war das Gotteshaus seit Juni 2017 umfangreich renoviert worden. Zuletzt hatte eine solch große Sanierung in den 1950er Jahren stattgefunden, wie der Ordensmann erläuterte. Neu angefertigt worden seien neben dem Altar unter anderem der Ambo, der Tabernakel und ein Wandrelief. Sie stammten von dem Künstler Friedrich Koller aus Laufen.

Bruder Konrad

Johannes Birndorfer wurde 1818 im Rottaler Weiler Parzham geboren. Er war das elfte von zwölf Geschwistern. Mit 31 Jahren ging der Bauernsohn ins Kloster und nahm den Ordensnamen Konrad an. 41 Jahre lang verrichtete er seinen Dienst an der Pforte des Altöttinger Sankt-Anna-Klosters, meist 18 Stunden am Tag. Dabei wandte er sich vor allem den Armen, Kindern und Handwerksburschen unter den Pilgern zu. Der Ordensmann wurde 75 Jahre alt. Seine Heiligsprechung erfolgte 1934 im Widerspruch zum Nationalsozialismus. An der Feier in Altötting nahm damals auch der siebenjährige Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., teil.

Für die Reliquien des Heiligen, darunter das Haupt und ein Finger, sei außerdem ein neuer Sarkophag aus Stein geschaffen worden, hieß es. Der Schrein werde künftig auch einen behindertengerechten Zugang haben. Die Kosten für die Maßnahmen betrugen nach den Worten des Paters knapp unter zwei Millionen Euro. Mit einem Zuschuss des Bistums Passau, dessen dritter Bistumspatron Konrad ist, und mehreren Großspenden sei bisher rund ein Viertel der Summe finanziert. 2018 jährt sich zum 200. Mal der Geburts- und Tauftag von Bruder Konrad. Es wird verschiedenen Veranstaltungen in dem Jubiläumsjahr geben. (kna)


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