Coronavirus Krank in die Kirche?

07.02.2020

Das Coronavirus hält die Welt in Atem und sorgt an mancher Stelle für teils unbegründete Panik

Der Mundschutz wird in Zeiten des Coronavirus zum beliebten Accessoire.
Der Mundschutz wird in Zeiten des Coronavirus zum beliebten Accessoire. © imago images / Reiner Zensen

München - Nachdem im Großraum München bereits vor Wochen einige Infektionsfälle aufgetreten sind, die relativ harmlos verlaufen sind, häufen sich jetzt die Meldungen aus Italien und seit dieser Woche auch aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die dortige Diözese Rottenburg-Stuttgart hat jetzt eine Handlungsempfehlung an ihre Pfarreien verschickt. So sollen bis auf Weiteres auf das Händereichen beim Friedensgruß verzichtet werden, ebenso auf die Handkommunion. Auch im Dom zu Salzburg werden diese Vorsichtsmaßnahmen eingehalten.

Nicht in Hysterie verfallen

Der Münchner Stadtpfarrer Rainer Maria Schießler sieht dafür in seiner Pfarrei momentan noch keinen Grund auf den Friedensgruß zu verzichten: „Wenn ich jemand die Hand gebe, heißt das ja noch lange nicht, dass ich mich anstecke“, so der Münchner Stadtpfarrer. Das heißt aber nicht, dass der Seelsorger die Ansteckungsgefahr auf die leichte Schulter nehmen würde. Er plädiert dafür nicht in Hysterie zu verfallen, sondern einen Mittelweg zu gehen. Oberstes Gebot ist für Pfarrer Schießler die Hygiene, vor allem bei der Kommunion: „Es gehört sich, dass der Priester sich nochmal die Hände wäscht, bevor er zum Altar hinausgeht und die Messe feiert.“ Und auch er verzichtet in seinen Messen auf die Mundkommunion. Die verantwortlichen aus dem Salzburger Dom gehen da noch einen Schritt weiter: Wer die Kommunion spendet muss im Vorfeld die Hände desinfizieren. (chm)



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