Neuer Altar wird in Babensham geweiht Leicht und filigran

19.04.2018

Zwei Jahre war die Pfarrkirche St. Martin in Babensham geschlossen. Am Sonntag, 22. April, wird sie frisch saniert wiedereröffnet. Weihbischof Wolfgang Bischof weiht den neuen Altar.

Die Pfarrkirche St. Martin in Babensham ist der ersten großen Renovierung seit etwa achtzig Jahren unterzogen worden. Am kommenden Sonntag wird der Abschluss gefeiert © Schlecker

Babensham – Umfangreich saniert worden ist der Innenraum der Pfarrkirche St. Martin in Babensham (Dekanat Wasserburg). Das Ende der gut zweijährigen Bautätigkeit wird am Sonntag, 22. April, um 10 Uhr bei einem Gottesdienst mit Altarweihe und Segnung des Ambos durch Weihbischof Wolfgang Bischof gefeiert. Die letzte große Renovierung dieser historisch bedeutenden Kirche mit einem Kern aus dem 13. Jahrhundert fand vor rund achtzig Jahren statt. 2011 wurde der Dachstuhl repariert. Danach bekam die Außenfassade einen neuen Putz und Risse wurden geschlossen. Anfang 2016 starteten dann die Arbeiten im Innenraum. Die Wände waren stark verrußt und das Sitzen auf den Kirchenbänken extrem ungemütlich. „Sie waren zu niedrig und ihr Abstand zu gering, um der Größe der heutigen Menschen zu entsprechen“, weiß Kirchenpfleger Martin Frank.

Moderne Gestaltung

Die Farbe an den Wänden wurde von Spezialisten ausgebessert und aufgefrischt, die Bänke wurden auseinandergebaut und mit größerem Abstand wieder eingebaut. Ausrangiert wurde der behelfsmäßige Volksaltar. Der neue Volksaltar ist ebenso wie der neue Ambo aus hellem grau-beigem Kalkstein. Beides wurde von dem Waaler Künstler Thomas Link modern und filigran geformt. „Am Anfang waren einige Gemeindemitglieder skeptisch, ob so eine moderne Gestaltung tatsächlich zu so einer alten Kirche passt“, erzählt der Kirchenpfleger. Jetzt sei die Begeisterung aber allgemein groß: „Der Altar wirkt sehr leicht und fügt sich darum gut in den Kirchenraum ein.“

Alle Arbeiten fanden in enger Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege statt. Während der zweijährigen Sanierungsphase war die Kirche für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Gottesdienste fanden in dieser Zeit in einem Gemeindesaal statt.

In die Innenrenovierung und die Neugestaltung der liturgischen Orte wurden insgesamt rund 2,2 Millionen Euro investiert. Den größten Teil der Kosten wird die Erzdiözese schultern. Der Kirchenpfleger ist zuversichtlich, dass die Pfarrei ihren Eigenanteil ohne größere Probleme stemmen kann: „Wir haben dafür schon lange gesammelt.“

Aktuell werden noch die ausgebauten Orgelpfeifen gesäubert und die Orgel neu gestimmt. Pünktlich zum Gottesdienst mit Weihbischof Bischof und Pfarrer Thomas Weiß am kommenden Sonntag sollen aber auch diese letzten Arbeiten abgeschlossen sein.

Nach dem Gottesdienst steht ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm. Mittels einer Dia-Show können die Besucher dann noch einmal die umfangreichen Sanierungsarbeiten Revue passieren lassen. (Karin Wunsam/gob)


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