Renovabis-Pfingstaktion "Lernen ist Leben"

17.05.2019

Die Pfingstaktion des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis steht unter dem Motto "Lernen ist Leben" und wird am Sonntag in Paderborn eröffnet. Im Mittelpunkt stehen besondere Bildungsprojekte in Ost- und Mitteleuropa.

Hauptgeschäftsführer von Renovabis: Pfarrer Christian Hartl
Hauptgeschäftsführer von Renovabis: Pfarrer Christian Hartl © Renovabis

Paderborn – Mit einem Gottesdienst wird am Sonntag im Paderborner Dom die diesjährige bundesweite Pfingstaktion des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis eröffnet. Die Feier wird geleitet vom Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker und Renovabis-Hauptgeschäftsführer Christian Hartl, wie die Veranstalter am Donnerstag vor Journalisten in Paderborn mitteilten.

Die 27. Aktion des Hilfswerks steht unter dem Motto "Lernen ist Leben". Sie stellt besonders Bildungsprojekte von Renovabis für sozial schwache Jugendliche und junge Erwachsene in den Ländern Ost- und Mitteleuropas vor. Bis Pfingsten sind dazu im Erzbistum Paderborn sowie in anderen deutschen Bistümern zahlreiche Veranstaltungen in Schulen und Bildungshäusern mit Gästen etwa aus Ungarn oder der Ukraine geplant. An Pfingsten wird in allen katholischen Kirchen in Deutschland für die Arbeit von Renovabis gesammelt.

Bildung wesentlich für Europa

Die deutschen Katholiken ließen die Menschen in Osteuropa in ihren teils prekären Notlagen nicht allein, betonte Becker. "Uns ist an einem zusammenwachsenden Europa gelegen." Der Aspekt der Bildung sei wesentlich für den Kontinent Europa sowie für den Dialog zwischen den Religionen und Ethnien. "Das gemeinsame Leben hängt ein gutes Stück von der Lernbereitschaft ab. Leben ist Lernen und Lernen ist Leben", so Becker.

Hartl unterstrich den ganzheitlichen Ansatz der Bildungsarbeit von Renovabis. Auch 30 Jahre nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems seien die Folgen eines von Ideologie und Nützlichkeit geprägten Bildungssystems spürbar. Bildung sei aber mehr als Schule und reine Wissensvermittlung. Immer gehörten zur persönlichen Reife auch die Vermittlung von Werten und religiöse Bildung.

"Der Kreis schließt sich"

Unter den zur Aktion angereisten Gästen aus Osteuropa ist der ukrainische Bischof von Charkiv-Saporischja, Stanislav Szyrokoradiuk. Er würdigte die Renovabis-Arbeit; die Bildungsarbeit für junge Menschen stabilisiere die Gesellschaft. Aus Kindern würden Jugendliche und dann Erwachsene, die als Eltern wieder ihren Kindern ein besseres Leben geben könnten. "Damit schließt sich der Kreis."

Seit seiner Gründung 1993 setzt sich Renovabis für die Menschen in Mittel- und Osteuropa ein. Im vergangenen Jahr flossen laut Angaben mehr als 28 Millionen Euro in Projekte von Partnern in 29 Ländern. Knapp die Hälfte des Geldes kam sozialen und Bildungsprojekten zugute. Gefördert wurden auch kirchlich-pastorale Projekte sowie die christliche Medien- und Verbandsarbeit. (kna)

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