Osram beleuchtet die Sixtinische Kapelle Licht für Michelangelo

08.11.2013

Die Sixtinische Kapelle in Rom beherbergt einige der berühmtesten Fresken der Welt. Damit die künftig in das optimale Licht gerückt werden wurde die Münchner Firma Osram beauftragt. Die wollen nun mit der gigantischen Menge von 7.000 LEDs für die Erleuchtung sorgen.

LED-Leuchten für die Sixtina (Bild: Pupkis - Fotolia.com)

München/Vatikanstadt - Die Gemälde von Michaelangelo oder Boticelli in der Sixtinischen Kapelle werden in "neues Licht geückt". Das Beleuchtugnskonzept dazu stammmt von der Münchner Firma "Osram". Diese hatte bereits vor rund 30 Jahren die Beleuchtung dort installiert. Jetzt berhielt die Firma den Zuschlag  für einen Wettbewerb der EU. Vorgabe war es, so Ingeniuer Mourat Boulouednine, ein bestehendes Gebäude mit Bestandsbeleuchtung mit LED-Technik auszustatten. Da gäbe es nicht geeigneteres als die Gemälde der Sixtinischen Kapelle. 

Ziel sei es gewesen, ähnliche Lichtverhältnisse herzustellen, wie zur Zeit der großen Künstler vor 500 Jahren. Damals wurde die Kapelle noch durch zwölf Fenster beleuchtet. Da aber die Sonneneinstrahlung für die Kunstgegenstände sehr schädlich ist, sind die Fenster längst mit Schutzschildern versehen, die wenig Tageslicht durchlassen. Die Firma Osram installiere nun 7.000 LED-Leuchten und könne damit den urpsünglichen Licht-Zustand nahezu wiederherstellen, erzählte Boulouednine den Münchner Kirchennachrichten. Das Vorurteil, LED-Licht sei kalt, will die Firma damit entgültig entkräften. Dies sei bei den modernen Lampen nicht mehr der Fall, betont der Ingenieur. Wichtig bei der Beleuchtung sei den Vatikanischen Museen besonders gewesen, dass keines der Kunstwerke gegenüber anderen hervorgehoben werde sowie eine ideale Farbwiedergabe der Kunstwerke - und das sei der Firma Osram gelungen. Erfahrung für das Großprojekt hat Osram bereits im Münchner Lenbachhaus gesammelt, die Sixtinische Kapelle ist eine Weitentwicklung dieses Lichtkonzepts.

Die Gesamtkosten für das Projekt gibt die EU mit 1,9 Millionen Euro an, und steuert davon 870.000 Euro bei. Die Energieersparnis durch die neuen Leuchten liegt nach Angaben von Osram bei 60 Prozent, auch die Klimaanlage in der Sixtinischen Kapelle wird weniger laufen müssen, da die LEDs weniger Wärementwicklung haben.

Die Firma Osram ist bereits seit 2011 in der Sixtinischen Kapelle am Werk. Durch die Papstwahl im März und das Konklave, während dessen Osram alle Messungstechnik deinstallieren musste, sei zwar laut Boulouednine eine kleine Verzögerung entstanden. Trotzdem sei das neue Beleuchtungskonzept pünktlich am 18. Februar 2014 zum 450. Todestag Michelangelos fertig. (sts)


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