Kinder schreiben dem Pontifex „Lieber Papst Franziskus ...“

28.03.2017

Ein Brief an den Papst: Die Münchner Buchhandlung Lesetraum und der Kösel-Verlag laden Kinder zu einer Mitmachaktion ein.

Papst Franziskus sieht in Kindern die Hoffnung für die Zukunft © imago

Wer hätte nicht schon einmal gern die Gelegenheit genutzt, Papst Franziskus eine Frage zu stellen? Mädchen und Buben im Grundschulalter haben jetzt dazu die Möglichkeit und können Papst Franziskus schreiben: Die Buchhandlung Lesetraum des Sankt Michaelsbundes lädt dafür zusammen mit dem Kösel-Verlag zu einer großen Mitmach-Aktion im Herzen von München ein: Am Samstag, 6. Mai, können von 15 bis etwa 16.30 Uhr in den Veranstaltungsräumen des Sankt Michaelsbundes (Herzog-Wilhelm-Straße 5) Briefe mit persönlichen Fragen und Anliegen an den Heiligen Vater geschrieben werden. Papier, Stifte, etwas zu Trinken und zu Knabbern gibt es gratis dazu, sowie noch viele weitere Überraschungen. Der Eintritt ist frei. Die Briefe werden im Lesetraum-Schaufenster präsentiert. Der Kösel-Verlag wird dafür sorgen, dass die Briefe auch tatsächlich nach Rom auf den Schreibtisch von Papst Franziskus kommen. Die Münchner Kirchenzeitung sowie weitere Redaktionen des Sankt Michaelsbundes werden über die Aktion berichten.

Angefangen hat alles im vergangenen Jahr mit einem besonderen Buchprojekt der „Loyola Press“ in Chicago: Kinder aus aller Welt durften dafür dem Heiligen Vater kleine Briefe und Zeichnungen mit ihren ganz persönlichen Anliegen schreiben. Und Franziskus hat sie tatsächlich auch alle beantwortet, wie man dem Buch „Lieber Papst Franziskus ... Der Papst antwortet auf Briefe von Kindern aus aller Welt“ entnehmen kann.

Insgesamt waren es 259 Briefe von Kindern aus 26 Ländern, auf sechs Kontinenten, in 14 Sprachen. Papst Franziskus las, sortierte und beantwortete sie und wählte 30 Briefe aus, um sie zu veröffentlichen. So wollte etwa der zehnjährige Joao aus Portugal wissen: „Wie geht es Dir, wenn Du Kinder ansiehst?“ Und der Papst antwortete: „Ich bin glücklich, wenn ich Kinder sehe. Ich empfinde große Zuneigung für sie, ja noch mehr. Wann immer ich Kinder wie Dich ansehe, erfasst Hoffnung mein Herz. Ein Kind zu sehen heißt die Zukunft sehen. Ich verspüre dann eine große Zuversicht, denn jedes Kind ist unsere Hoffnung für die Zukunft der Menschheit.“ Im Buch waren übrigens bisher Briefe von Kindern aus Deutschland nicht vertreten.

Auf Deutsch ist das fröhliche Buch im Münchner Kösel-Verlag erschienen. Dessen Leiter, Tobias Winstel, überreichte dem Papst im Januar nach der Generalaudienz ein Exemplar. (Florian Ertl)

Da die Platzanzahl beschränkt ist, ist eine kurze Voranmeldung unter Telefon 089/23225-420 oder per E-Mail unter buchhandlung@st-michaelsbund.de, erforderlich.


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