Kirche in Not Machtwechsel im Iran stimmt hoffnungsvoll

17.06.2013

Die Wahl von Hassan Rohani zum neuen iranischen Staatspräsidenten könnte die politische Eiszeit beenden. Die Aussagen Rohanis stimmten hoffnungsvoll, sagte André Stiefenhofer von „Kirche in Not“.

Positive Änderungen für Christen im Iran unwahrscheinlich (Bild © vepar5 - Fotolia.com)

In puncto Religionsfreiheit sieht der Iran-Experte keine Fortschritte. Die Lage der Christen im Iran betrachtet er auch weiterhin als schwierig: Nur Angehörige der katholischen und orientalischen Kirchen dürften ihren Glauben leben. Protestantische Kirchen hätten es beim Thema Religionsausübung bedeutend schwerer, sagte Stiefenhofer dem Münchner Kirchenradio. Eine Abkehr vom Islam bleibe wahrscheinlich auch künftig illegal. „Ich glaube nicht, dass Rohani daran etwas ändern kann“, so Stiefenhofer weiter.

Auf politischer Ebene könnte es dagegen Fortschritte geben. „Im Wahlkampf hat er oft betont, die achtjährige Ära seines Vorgängers soll rasch beendet und vergessen werden“, sagte André Stiefenhofer. Rohani habe zudem Zugeständnisse gegenüber dem Westen nicht ausgeschlossen und versprochen, sich für die Freilassung politischer Häftlinge einzusetzen. In seiner Zeit als Chefatomunterhändler bis zum Jahr 2005, habe der heute 64-Jährige eine „flexible Diplomatie“ an den Tag gelegt, so der Pressereferent von „Kirche in Not“. (gj)

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