Pilgerreise Männer reisen mit Lamas aus den Alpen zum Papst

11.04.2018

Drei Männer, drei Lamas und der Papst treffen sich in Rom. Klingt wie ein Witz – ist aber keiner. Sondern das Ende einer Pilgerreise. Unter den Pilgern war auch Thomas Mohr, ein Anwalt aus München.

Begegnung der besonderen Art: Papst trifft Lama
Begegnung der besonderen Art: Papst trifft Lama. © kna

Rom – Drei Pilger und ihre Lamas haben am Mittwochvormittag Papst Franziskus auf dem Petersplatz getroffen. Gelegenheit dazu gab es nach der wöchentlichen Generalsaudienz. Ein Lamazüchter, ein Manager im Sabbatjahr und der Anwalt Thomas Mohr aus München haben sich am 20. Februar zusammen auf den Weg gemacht. Mit ihren drei Lamas sind sie von Südtirol nach Rom aufgebrochen. Dabei sind sie dem altern Pilgerweg der Via Romea Germanica gefolgt. Den Traum davon hatte Lamazüchter Walter Mair schon vor fünfzehn Jahren. Doch durch berufliche oder persönliche Umstände hat sich das zuvor nicht ergeben.

Papst hat sich über Lamas gefreut

Die Begegnung mit Papst Franziskus sei der Höhepunkt der Reise gewesen, erzählt Thomas Mohr gegenüber mk online. Der Papst hat sich sehr über den Besuch der Lamas gefreut: „Er hatte ein riesen Lächeln im Gesicht als er Tiere gesehen hat“. Die Begegnung sei zwar kurz, aber sehr eindrucksvoll gewesen, so der Anwalt. Der Papst sei ein sehr charismatischer Mann, der ihnen auch gleich eine Aufgabe mitgegeben habe. So habe er sie aufgefordert, für ihn zu beten. Das hat Mohr als sehr eindrucksvoll empfunden: Es sei eine Aufgabe, die sie mehr zum Glauben und zu ihm, Papst Franziskus, hinführe. Als Geschenk haben die Männer ihm eine Kopfbedeckung und Socken aus Alpakawolle mitgebracht – beides handgestrickt.

Thomas Mohr (links) mit seiner "Pilgergruppe".
Thomas Mohr (links) mit seiner "Pilgergruppe". © privat

Sechs Wochen schlechtes Wetter

In den sechs Wochen haben die drei Männer mit schlechten Witterungsbedingungen zu kämpfen gehabt. Der Weg sei geprägt gewesen durch Kälte bis zu Minus 12 Grad, Schnee und Regen, beschreibt der Münchner. Nur die letzten sechs Tage habe die Sonne geschienen. Den Lamas habe die Eiseskälte allerdings nichts ausgemacht. Auch müde seien sie nicht geworden, sondern seien „freudig mitgelaufen“. Die drei Männer haben die Tiere dabei auch geschont, wo es ging. So sind sie nicht als Lasttiere genutzt worden, sondern die Männer haben ihr Gepäck selbst getragen.

Es war die erste Pilgerreise von Thomas Mohr. Er habe einen tiefen Eindruck von Land und Leuten in Italien bekommen. So haben er und seine Freunde viel Gast- und Hilfsbereitschaft erfahren. Dem Anwalt hat es gut getan sechs Wochen mal aus allen beruflichen und privaten Verpflichtungen „rauszukommen“. Nach dem Treffen mit Papst Franziskus haben sich die Männer am Mittwochnachmittag mit den Lamas wieder auf den Rückweg gemacht.

Die Autorin
Katharina Sichla
Online-Redaktion
k.sichla@st-michaelsbund.de

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