Kräuterweihe und Frauendreißiger Mariä Himmelfahrt im Erzbistum

14.08.2013

Hochfest wird im Erzbistum mit Eucharistiefeiern und Lichterprozessionen begangen

Kardinal Marx feiert Patroziniumsgottesdienst in Münchner Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf

Kräuterbuschen werden traditionell an Mariä Himmelfahrt gebunden (Bild: EOM)

Mit feierlichen Gottesdiensten und der traditionellen Kräuterweihe wird in den Pfarreien des Erzbistums München und Freising das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel begangen. Das auch Mariä Himmelfahrt oder Frauentag genannte Hochfest ist in Gegenden mit überwiegend katholischer Bevölkerung ein gesetzlicher Feiertag. Es gilt als Hauptfest unter den Marienfeiertagen. Dabei werden traditionell zu Sträußen gebundene Kräuter geweiht, die Gläubige zu den Gottesdiensten mitbringen. Im Erzbistum wird in mehr als 100 Marienkirchen an Mariä Himmelfahrt auch das Patrozinium, der Tag des Schutzpatrons oder der Schutzpatronin einer Kirche, gefeiert. Zu diesen Marienkirchen zählen viele Pfarrkirchen, zum Beispiel in Dachau, Bad Tölz, Partenkirchen und Prien am Chiemsee, aber auch zahlreiche Wallfahrts- und Klosterkirchen wie Tuntenhausen, Hohenpeißenberg, Birkenstein, Ettal und Fürstenfeld.

Den Patroziniumsgottesdienst in der Münchner Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf feiert um 10 Uhr der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx. Mit Mariä Himmelfahrt beginnt in Maria Ramersdorf auch der so genannte Frauendreißiger: Dreißig Tage lang, bis zum Fest Kreuzerhöhung am 14. September, werden dort täglich Wallfahrtsgottesdienste gehalten mit Rosenkranzgebet, Marien-Andachten und Eucharistiefeiern.

Den Eröffnungsgottesdienst des Frauendreißigers in Maria Thalkirchen in München mit anschließender Lichterprozession zum Patrozinium feiert um 19 Uhr der Bischofsvikar für die Seelsorgsregion München, Rupert Graf zu Stolberg.

Im Münchner Liebfrauendom zelebriert Kardinal Friedrich Wetter um 10 Uhr ein Pontifikalamt. In der künstlerischen Ausstattung des Doms gibt es mehrere Darstellungen des Festgeheimnisses: Über dem Sakristeiportal ist das 1620 vollendete ehemalige Hochaltarbild von Peter Candid angebracht. Es gilt als ein Hauptwerk barocker Malerei und ist das größte auf Holz gemalte Tafelbild der Barockzeit. Am Sakristeieingang ist ein um 1500 entstandenes großes Holzrelief mit der Darstellung von Marias Tod zu sehen. Weitere Darstellungen finden sich auf dem Altarbild „Mariä Krönung“ des nördlichen Choraltars, gemalt um 1605 von Johann Rottenhammer, und auf Reliefs im hinteren Bereich des Chorgestühls, die um 1774 in der Werkstatt des Barockbildhauers Ignaz Günther entstanden. (emf/sts)


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