Neuer Denkmalschutzchef für Bayern Mathias Pfeil betont Bedeutung von Kirchengebäuden

03.03.2014

Der neue Generalkonservator des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, Mathias Pfeil, hat am Rosenmontag sein Amt angetreten. Bei kirchlichen Projekten will der neue Denkmalschutzchef „besondere Mühe“ aufwenden. „Ich glaube, dass Kirchen emotional und gestalterisch extrem wichtig für unsere Umgebung sind“, sagte er dem Münchner Kirchenradio.

Denkmäler sind schön, machen aber viel Arbeit (Bild: Sankt Michaelsbund)

München – Bayerns Denkmäler haben einen neuen Beschützer. Der 53jährige Matthias Pfeil ist seit dem 1. März 2014 neuer Generalkonservator. Es gelte 112 000 Denkmäler im Freistaat zu erhalten, zu nutzen und in eine neue Zeit zu führen. Dabei seien nicht nur die Finanzen wichtig, sondern auch die Bewusstseinsbildung, sagte Pfeil im Münchner Kirchenradio. In einer Zeit der Globalisierung werde vielen Menschen ihre Heimat immer wichtiger: „Damit erhalten unsere Denkmäler, als Beispiele, wie unsere Umgebung über die Jahrhunderte gekommen ist, eine enorme Bedeutung.“

Besonders prägend seien dabei in Bayern Kirchen und Klöster. „Das größere Problem als der bauliche Erhalt bei diesen Gebäuden ist die Nutzung“, so Pfeil, der darin vor allem eine Aufgabe der Kirche sieht. Der neue Landeskonservator betonte, hier gerne Anstöße geben zu wollen und als Gesprächspartner zur Verfügung zu stehen.: „Ich freue mich auf jede Art von Diskussion.“ Grundsätzlich seien auch nicht denkmalgeschützte Kirchen „prägende Bauten“. Das gelte auch für Betonkirchen aus dem 20. Jahrhundert. „Jeder Verlust eines prägenden Gebäudes tut weh. Da sollte man versuchen, ihn zu verhindern“, erklärte Pfeil zu den immer wieder aufkommenden Abrissdebatten. (alb)

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