Zum Ruhestand von SMB-Vizedirektor Rudolf Kiendl Mehr als Mr. Gotteslob

10.11.2016

Rudolf Kiendl war seit 1985 für den Sankt Michaelsbund tätig, seit 1990 in der Geschäftsleitung. Jetzt geht er in den Ruhestand. Was sich in dieser Zeit verändert hat, verrät er hier.

Rudolf Kiendl war seit 1990 stellvertretender Direktor des Sankt Michaelsbundes. © SMB/KSchmid

mk online: Sie waren mehr als 30 Jahre beim Sankt Michaelsbund tätig. Was waren Ihre Aufgaben in dieser Zeit?

Kiendl: Ich habe am 1. Februar 1985 zunächst im Lektorat angefangen, das für die Mitgliedsbüchereien Besprechungsdienste und Zeitschriften erstellt. 1990 bin ich in die Büchereizentrale und die Geschäftsleitung gewechselt und habe mich dort vor allem mit Buchhandelsfragen beschäftigt, war beteiligt an der Gründung der Dombuchhandlung in München und an unserer eigenen Buchhandlung „Lesetraum“. Als der Sankt Michaelsbund 2001 von der Erzdiözese beauftragt wurde, für die Herstellung und den Vertrieb des Gotteslobs zu sorgen, bin ich in die Verlagsschiene hineingewachsen.

mk online: Welche Herausforderungen galt es dabei zu meistern?

Kiendl: Das war eine sehr spannende Zeit. Zum einen ging es um die Digitalisierung. Mein erstes großes Projekt für die Büchereizentrale war die Einführung der EDV-basierten Warenwirtschaft. Ich war auch dabei, als wir unseren ersten Internet-Shop programmiert haben. Überhaupt hat sich der Sankt Michaelsbund in den vergangenen 30 Jahren von einem reinen Print- und Bücherhaus in ein katholisches Medienhaus mit Radio-, Fernseh- und Online-Redaktion gewandelt. Da wir durch die Bücherei- Arbeit sehr viele Autoren-Kontakte hatten, haben wir den „Verlag Sankt Michaelsbund“ auf die Beine gestellt. Ich war dort für die gesamte Herstellung zuständig.

mk online: Eines Ihrer größten Projekte war das neue Gotteslob …

Kiendl: In der Zeit war ich fast eineinhalb Jahre Callcenter für die Fragen und Bestellungen der Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen. Ich war sozusagen der Mr. Gotteslob für die Erzdiözese. Außerdem habe ich mich um die Begleitpublikationen gekümmert: das Orgelbuch und die neue Ausgabe des Münchner Kantorale. Da bin ich im Moment immer noch dran.

mk online: Was haben Sie sich sonst für den Ruhestand vorgenommen?

Kiendl: Meine Hobbys sind vor allem Wandern, Fotografieren, Museenbesuchen und Lesen. Ich werde weiterhin ein Auge auf den Sankt Michaelsbund richten und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute. (Interview: Karin Hammermaier)


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