Mehr Sport weniger wirtschaftliches Denken

12.09.2013

Der Präsident des katholischen Bundesverbands für Breiten- und Leistungssport (DJK), Volker Monnerjahn, erhofft sich nach der Wahl von Thomas Bach zum neuen IOC-Präsidenten ein „Gegensteuern“. Er plädiert dafür, wieder mehr den olympischen Gedanken und nicht Medien- oder Wirtschaftsinteressen in den Mittelpunkt zu rücken.

Sorgt der neue IOC-Präsident für einen Richtungswechsel beim olympischen Sport? (Bild: Stefan Schurr - Fotolia.com)

Düsseldorf - Viele klassische Werte des Sports würden dem wirtschaftlichen Denken mittlerweile geopfert, sagt der DJK-Präsident im Interview mit den Münchner Kirchennachrichten. Monnerjahn erhofft sich hier ein „Gegensteuern“ und betrachtet es durchaus als möglich, dass Bach als neuer Präsident des olympischen Sportbunds eine Wertediskussion ins Rollen bringt.

Außerdem betont er, dass der olympische Gedanke vom Sport ausgeht. Sport ist ein „Medium der Völkerverbindung“. „Der Schwerpunkt darf nicht auf Spektakel liegen und nicht durch Medieninteressen gesteuert werden, sondern muss im Bereich der sportlichen Begegnung liegen.“

In Sachen Doping müsse man zu einem anderen Selbstverständnis kommen. so Monnerjahn weiter. Nach seinen Worten sollte hier das Fairplay mehr in den Mittelpunkt gerückt werden. Das Motto: „Immer weiter, immer schneller, immer höher“ ist für ihn nicht erstrebenswert.

Dem DJK-Sportverband gehören über eine halbe Millionen Mitglieder in circa 1.200 Vereinen an. Er ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund. (max)

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