Damen Tischtennis Meistertitel geht nach Kolbermoor

04.06.2018

Zum ersten Mal Deutscher Meister: Die Tischtennis-Damen der SV-DJK Kolbermoor haben sich am Wochenende den Titel gesichert.

Deutscher Meister: SV-DJK Kolbermoor
Deutscher Meister: SV-DJK Kolbermoor © Erik Thomas

Bingen/Kolbermoor – Die Tischtennis-Damen des SV-DJK Kolbermoor (Dekanat Bad Aibling) sind erstmals deutscher Mannschaftsmeister geworden. Im dritten und entscheidenden Playoff-Finalspiel besiegte der letztjährige „Vize“ in Bingen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim mit 6:1. Die beiden vorhergehenden Spiele hatten jeweils mit 5:5 unentschieden geendet.

„Wir haben super miteinander harmoniert und uns gegenseitig angestachelt“, begründete die österreichische Ex-Europameisterin Liu Jia den Titelgewinn ihrer Mannschaft. Diese ist Teil des DJK, des Sportverbandes der katholischen Kirche in der Erzdiözese München und Freising. Der DJK in Kolbermoor ist in den 1920er Jahren gegründet worden und hatte am Huberberg sein Sportgelände. Nach dem Verbot in der NS-Zeit gründete sich der Ortsverein 1947 erneut und hatte 1999 rund 1500 Mitglieder. Damals fusionierte der DJK mit dem Sportverein in Kolbermoor. (kh)

Der DJK-Sportverband ist der katholische Sportverband in Deutschland mit Sitz im rheinischen Langenfeld. Er ist ein christlich wertorientierter Sportverband unter katholischem Dach und nimmt nach eigenen Angaben jeden auf, der seine Orientierung mitträgt. Präsidentin ist seit 2015 Elsbeth Beha. Geistliche Bundesbeirätin ist seit Mai 2018 Elisabeth Keilmann, die zugleich Olympia- und Sportseelsorgerin der Deutschen Bischofskonferenz ist. Im DJK-Sportverband der Erzdiözese München und Freising sind 33 DJK-Vereine mit über 25.000 Mitgliedern organisiert. Auf Bundesebene sind es über 1.100 Vereine mit ungefähr 500.000 Mitgliedern. Die DJK-Vereine sind zudem Mitglieder der jeweiligen Landessportverbände und ihrer Fachverbände.
Seit der Gründung 1920 hält die Organisation an dem Grundsatz "Der Mensch im Mittelpunkt" fest. "Das Mehr im Sport: Leistung finden wir gut, wenn sie fair und menschenwürdig erbracht wird", heißt es auf der Website. Wichtig ist dem katholischen Verband auch die geistliche und soziale Dimension des Sports für seine Mitglieder zu erschließen. Die drei Buchstaben DJK stehen für Deutsche Jugendkraft und gehen auf die Gründerzeit zurück. Von den Nationalsozialisten wurde der katholische Sportverband schon 1933 verboten, der Vorsitzende, Adalbert Probst, wegen seiner ideologischen Gegnerschaft 1934 ermordet.


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