Bischof von Aleppo Militärschlag in Syrien würde "Weltkrieg auslösen"

26.08.2013

Der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, Antoine Audo, warnt eindringlich vor einem militärischen Eingreifen der internationalen Gemeinschaft in Syrien. Dies würde einen "Weltkrieg" heraufbeschwören, sagte Audo am Montag dem Sender Radio Vatikan.

Der Konvoi der UNO-Inspektoren wurde am Montag in Syrien von Heckenschützen beschossen (Bild: Imago)

Der Konflikt lasse sich nicht einfach durch einen Militärschlag beilegen. Stattdessen solle die Staatengemeinschaft ihre Anstrengungen für einen Dialog zwischen den Konfliktkparteien verstärken. Zugleich berichtete der Bischof, der Friedensappell von Papst Franziskus sei in großen Teilen der Bevölkerung sehr begrüßt worden.

Nach Berichten von Regimegegnern über einen möglichen Giftgaseinsatz durch syrische Regierungstruppen, die zahlreiche Fachleute mittlerweile als zutreffend einstufen, ist die Forderung nach einem militärischen Eingreifen der westlichen Welt lauter geworden. Meldungen, die USA und Großbritannien bereiteten Raketenangriffe auf militärische Einrichtungen der Regierung von Baschar al-Assad vor, wurden jedoch vom Weißen Haus dementiert. Die syrische Regierung bestreitet den Einsatz von chemischen Kampfstoffen und beschuldigt ihrerseits die Rebellen. An diesem Montag haben Fachleute der Vereinten Nationen in Ghuta nahe Damaskus mit der Suche nach Spuren von Chemiewaffen begonnen. Der Fahrzeug-Konvoi der Inspektoren wurde dabei von Heckenschützen mehrfach beschossen, teilten die Vereinten Nationen mit.

Papst Franziskus hatte die Konfliktparteien in Syrien am Sonntag abermals zum Frieden aufgerufen. (kna/ksc)


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