Freizeitangebot bei der Miniwallfahrt Ministranten auf Fahrradtour durch Rom

30.07.2018

Sportlich waren heute 50 Ministranten unterwegs: Gemeinsam mit Weihbischof Wolfgang Bischof radelten sie durch Rom. Immer am Tiber entlang.

50 Ministranten sind mit Weihbischof Bischof durch Rom geradelt.
50 Ministranten sind mit Weihbischof Bischof durch Rom geradelt. © EJA München und Freising

Rom/München – Die staunen, die Römer: Immer wieder werfen sie verwunderte Blicke auf die 50 Radfahrer, die den Tiber entlangsausen. Im heißen August, mitten unter der Woche, kommt so etwas eigentlich nie vor. Einige winken und andere feuern die sportliche Truppe an, die fast aus lauter Ministranten und Ministrantinnen besteht. Sie kommen aus dem Erzbistum München und Freising. Mit Hilfe von Wolfgang Bischof können Sie Rom unter die Räder nehmen. Denn der Weihbischof für die Region Süd der Erzdiözese München und Freising hat diesen besonderen Programmpunkt für die Internationale Ministrantenwallfahrt verlosen lassen: „Da lässt sich Rom von einer ganz anderen Seite kennenlernen, auch wenn es schweißtreibend ist“, sagt Wolfgang Bischof, der die Tour schon öfter gemacht hat.

Aventin, Engelsburg und Milvische Brücke

Sie führt immer am Fluss entlang, vom Aventin über die Engelsburg bis zur Milvischen Brücke. Für das Christentum ein Ort mit weltgeschichtlicher Bedeutung: Kaiser Konstantin schlug dort am 28. Oktober 312 seinen Gegner Maxentius. Zuvor hatte er geträumt, dass er im Zeichen des Christengottes siegen würde und hatte seine Standarten und die Schilder seiner Soldaten mit Kreuzen versehen lassen. Mit Konstantins Sieg begann der Aufstieg des Christentums zu einer Weltreligion. Das und noch einiges mehr lässt sich die Ministrantenschar von Matthias Giger erzählen und hört gespannt zu. Er war zwölf Jahre lang Schweizer Gardist und organisiert jetzt ungewöhnliche Touren durch die Ewige Stadt.

Pause bei 40 Grad Hitze.
Pause bei 40 Grad Hitze. © EJA München und Freising

Eis als Überraschung

Er ist mit einem alten Fahrrad aus Schweizer Armeebeständen unterwegs, Baujahr 1944, ohne Gangschaltung, „aber wartungsfrei und unverwüstlich“. Und er hat noch ein anderes militärisches Ausrüstungsstück dabei, einen Metalltornister, der Speisen warm oder bei Bedarf auch kalt hält. Genau das Richtige für das Überraschungseis, das es für die Ministranten am Ziel, gibt und das Wolfgang Bischof zusammen mit anderen Betreuern höchstpersönlich an der Milvischen Brücke austeilt. Die Ministranten sind hochzufrieden mit der Radtour und das nicht nur weil sie Eis schlecken können. „Das erlebt man schließlich nicht oft, dass man mit einem Bischof durch Rom radelt“, sagt Angelo. Und trotz 40 Grad Hitze sei es auch nicht so anstrengend gewesen, meint Klara: „Es ist immer ein frischer Wind gegangen.“ Und alle nicken, als eine andere Ministrantin dazwischenruft: „Das ist auf alle Fälle besser, als in der U-Bahn sitzen und dann vor den Vatikanischen Museen in der Schlange zu stehen.“

Der Autor
Alois Bierl
Radio-Redaktion
a.bierl@st-michaelsbund.de

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Miniwallfahrt 2018

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