Afrikatag Missio München ruft zu Spenden für Nigeria auf

05.01.2021

Im Nordosten Nigerias sind derzeit laut missio München 1,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Deshalb ruft das katholische Missionswerk zu Spenden auf.

Schwester Maria Vitalis Timtere mit einem Kind
Schwester Maria Vitalis Timtere begleitet im Nordosten Nigerias Frauen, Männer und Kinder, die vor der islamistischen Terrororganisation Boko Haram fliehen mussten. © missio München

München - Das internationale katholische Missionswerk missio München ruft anlässlich des Afrikatags 2021 zu Spenden auf. Dieser steht unter dem Leitwort "Damit sie das Leben haben!". Am 6. Januar wird in den bayerischen Diözesen und am 10. Januar im Bistum Speyer für die Kirche in Afrika gesammelt, wie das Hilfswerk am Montag in München mitteilte. Im Blickpunkt steht dieses Jahr die Arbeit einheimischer Ordensfrauen in Nigeria.

Im Nordosten des afrikanischen Landes sind derzeit laut Mitteilung 1,5 Millionen Menschen auf der Flucht vor der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram. Seit mehr als zehn Jahren kontrolliere diese die Region. Viele Menschen hätten ihre Dörfer und ihr vertrautes Leben zurückgelassen und lebten jetzt in Flüchtlingscamps. Die katholische Kirche unterstütze diese mit Nahrungsmitteln und medizinischer Grundversorgung, sie ermögliche Kindern den Schulbesuch. Eine der Helferinnen ist Schwester Maria Vitalis Timtere, wie es heißt. Derzeit stehe die Krankenschwester und Hebamme den Menschen im Kampf gegen Corona zur Seite.

"Lichter der Hoffnung"

"Die Ordensfrauen in Nigeria sind für die Menschen Lichter der Hoffnung in einer dunklen Zeit", sagt missio-Präsident Wolfgang Huber. Doch häufig fehlten den Gemeinschaften, die kaum über internationale Beziehungen verfügten, die finanziellen Mittel, um ihren Nachwuchs für diese Aufgaben zu schulen. Die Zuwendungen aus der Sammlung am Afrikatag sollen Menschen wie Schwester Maria helfen, die sich in den Dienst ihrer Mitmenschen stellten.

Der Afrikatag wurde 1891 von Papst Leo XIII. eingeführt und ist die älteste gesamtkirchliche Kollekte der Welt. Sie wurde ins Leben gerufen, um Spenden für den Kampf gegen die Sklaverei zu sammeln. Heute steht die Kollekte für Hilfe zur Selbsthilfe. Der Afrikatag wird traditionell rund um den 6. Januar gefeiert, da der Besuch der Sterndeuter im Stall mit dem afrikanischen Kontinent in Verbindung gebracht wird, wie es in der Mitteilung heißt. (kna)


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