Appell an internationale Gemeinschaft Missio-Präsident fordert Frieden für Syrien und Wiederaufbau

26.12.2018

Im syrischen Aleppo unterstützt missio München die Ordensgemeinschaft der Franziskaner.

Kuperschmiede in Aleppo bei der Arbeit.
Kuperschmiede in Aleppo bei der Arbeit. © imago

München – Der Präsident von missio-München, Wolfgang Huber, hat zum Weltfriedenstag (1. Januar) an die internationale Gemeinschaft appelliert, Syrien nicht zu vergessen. In dem Land müsse der Frieden wiederhergestellt und der Wiederaufbau vorangetrieben werden, erklärte Huber. "Seit mehr als sieben Jahren erleben die Menschen in Syrien unvorstellbares Leid. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich diese humanitäre Katastrophe auch im neuen Jahr fortsetzt."

Im syrischen Aleppo unterstützt missio München laut eigenen Angaben die Franziskaner, die sich seit Beginn des Krieges mit einem breit aufgestellten Hilfsprogramm um Menschen in Not kümmern. "Die Kämpfe sind seit Ende 2016 stark zurückgegangen, aber die Situation in Aleppo ist für die Bevölkerung immer noch schwierig", sagt missio-Projektpartner Partner Pater Ibrahim Al-Sabbagh. Es gebe kaum Arbeit und die ständig steigenden Preise machten die Familien noch ärmer. Es fehle an fast allem, vor allem aber an Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung.

Hilfsprogramm der Franziskaner

Für die Regierung habe der Wiederaufbau von Aleppo keine Priorität, daher bestehe derzeit auch keine Hoffnung auf ein baldiges Ende dieser Krise, so der Franziskaner. Auch wenn langsam wieder Menschen in die Stadt zurückkehrten, habe sich die Einwohnerzahl seit Beginn des Krieges drastisch reduziert: von einst drei Millionen Einwohnern auf ungefähr 1,4 Millionen. Von den etwa 150.000 Christen, die in Aleppo lebten, seien heute nur noch rund 30.000 übrig.

Über das Hilfsprogramm der Franziskaner erhalten die Menschen in Aleppo laut der missio-Mitteilung Nahrungsmittel, Hygieneprodukte, Medizin und Kleidung. Kinder könnten zur Schule gehen, und Geflüchteten werde bei der Wohnungssuche geholfen, wenn sie wieder in ihre Heimatstadt zurückkehrten. Der Wunsch der Bewohner, endlich wieder ein normales Leben führen zu können, sei spürbar, auch wenn sie sicherlich noch viel Ermutigung benötigten, sagte Pater Ibrahim Al-Sabbagh. (kna)


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