Hospital von Wasserburger Missionsarzt missio-Präsident weiht Klinik in Tansania ein

19.03.2019

„Kranken zu helfen, ist eine ureigene christliche Aufgabe“: Der Pfarrer Thomas Brei aus Wasserburg hat ein neues Hospital in Tansania eröffnet. Gefördert wurde es mit Hilfe von Spenden und auch durch missio München.

Feierliche Eröffnung mit Wolfgang Huber (2.v.l.), Dr. Thomes Brei (rechts) ,der Oberin der St. Clare Schwestern in Mwanza, Mary Assumption, und dem Sekretär des Erzbischofs von Mwanza Pater Celestin Nyanda. © missio/Friedrich Stark

Mwanza/München – Der Präsident des katholischen Hilfswerks missio München, Wolfgang Huber, hat am Montag die St. Clare Klinik des Wasserburger Missionsarztes und Pfarrers Thomas Brei am Victoriasee im tansanischen Mwanza eingeweiht. Mit dem neuen Hospital will Brei Menschen ohne viel Geld eine Versorgung durch Fachärzte wie Unfallchirurgen, Augen- und Zahnärzte sowie Urologen ermöglichen. "Kranken zu helfen, die keine Mittel und keine Helfer haben, ist eine ureigene christliche Aufgabe", sagte Brei. In weiten Teilen des afrikanischen Landes gebe es nur eine unzureichende Grundversorgung und kaum fachärztliche Betreuung.

Projekt durch Spenden gefördert

Zur Klinik gehören unter anderem vier Operationssäle und eine radiologische Abteilung. Das Projekt wurde mit Hilfe von Spenden auch durch missio München gefördert. Brei lebt und arbeitet seit 2011 in Tansania. Seit 2015 hat er laut missio die Klinik auf- und ausgebaut. Missio-Präsident Huber würdigte die Arbeit von Brei und weiteren Projektpartnern. "Sie sind für Menschen in den entlegensten Gebieten da, die sonst überhaupt keine Chance auf eine medizinische Versorgung hätten." Mit Thomas Brei hat er einen Landsmann und Mitbruder unterstützen können. Der seit acht Jahren in Tansania lebende Pfarrer ist Priester des Erzbistums München und Freising, wo er 2001 geweiht worden ist. Seine Wurzeln hat der jetzt 47jährige Brei in Wasserburg am Inn. Dort war er unter anderem als Stadtführer und Mitglied der Bergwacht aktiv. Von Tansania war er schon als junger Mann fasziniert, hat das afrikanische Land wiederholt bereist und die Landessprache Kisuaheli gelernt. Nach seiner Priesterweihe war er Kaplan im niederbayerischen Velden und danach Subregens im Münchner Priesterseminar. In dieser Zeit bekam der Wasserburger Gelegenheit, Medizin zu studieren und heißt ganz korrekt eigentlich Dr. med. Thomas Brei. Vor rund acht Jahren hat er im Einvernehmen mit der Erzdiözese begonnen, am Viktoriasee ein medizinisches Hilfsnetz für die Bevölkerung aufzubauen. Das Durchschnittsalter liegt dort bei unter 50 Jahren. Verantwortlich sind dafür die hohe KIndersterblichkeit und Infektionskrankheiten. (kna/alb)


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