Partnerschaft mit der Kirche in Ecuador Mit der Lederhose nach Lateinamerika

16.08.2013

Das typische bayerische Kleidungsstück darf in dem Koffer nach Ecuador nicht fehlen. Dort werden Bene Gierl und Lukas Schmid ein Jahr lang einen Freiwilligendienst leisten. Sie werden an Schulen eingesetzt.

v.l. Lukas Schmid und Bene Gierl (Bild: Sankt Michaelsbund)

Bene Gierl aus München und Lukas Schmid aus Dachau sind am Freitag für den Freiwilligendienst nach Ecuador geflogen. Dort werden die beiden Abiturienten an Schulen eingesetzt: Sie werden Lehrer unterstützen, Englisch unterrichten und anfallende Aufgaben übernehmen.

„Wir machen das nicht weil wir die Welt verändern wollen, aber weil wir einen kleinen Teil dazu beitragen können sich zwischen den Kulturen zu verständigen“, sagte der 19-jährige Bene Gierl den Münchner Kirchennachrichten. Lukas Schmid betonte, dass der Freiwilligendienst kein Entwicklungsdienst sei. „Wir machen das zum großen Teil auch für uns. Damit wir uns persönlich weiterentwickeln und dabei springe auch was für die anderen heraus“, fügte er hinzu.

Ein Jahr werden die Beiden in Lateinamerika leben und arbeiten. Beim Kofferpacken haben sie verschiedene Prioritäten gesetzt. Während Bene Gierl hauptsächlich Kleidung mitnimmt packt Lukas mehr Bücher ein: „Weil ich gerne wahnsinnig gerne lese und es mich immer runterbringt“. Er hat vor, sich in Ecuador, dem Klima angemessene, Kleidung zu kaufen. Eine Lederhose wie sie Bene Gierl eingepackt hat, wird dort sicher schwer zu finden sein. Wenn es einen Anlass gebe, würde er die auch drüben gerne tragen, so Bene Gierl.

Die Partnerschaft zwischen der Kirche Ecuadors und der Erzdiözese München und Freising besteht bereits seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil vor 50 Jahren. Seit vielen Jahren gibt es auch das Freiwilligenprogramm zwischen München und Ecuador. (kas)


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