Mit der Münchner Kirchenzeitung am Chiemsee

10.10.2017

Die Leser der Münchner Kirchenzeitung haben bei ihrem Ausflug Glück mit dem Wetter. Jasmin Leuthner, Mitarbeiterin im Marketing des Sankt Michaelsbundes, begleitet die Leserfahrt zum ersten Mal. Und ist begeistert.

Die Leser waren von der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Prien beeindruckt.
Die Leser waren von der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Prien beeindruckt. © Kiderle

Prien – Für mich ist es eine Premiere. Deshalb bin sehr gespannt auf die Fahrt mit unseren Leserinnen und Lesern. Und schnell wird deutlich: Die Stimmung ist von Anfang an gut, und Petrus ist uns wohlgesonnen. So erwartet uns am Chiemsee strahlender Sonnenschein und weiß-blauer Himmel vor einer wunderschönen Kulisse. Den Chiemsee, das „bayerische Meer“, wie er auch genannt wird, hat die Organisatorin und gute Seele der Leserfahrten, Ingrid Mattelé, dieses Mal ausgewählt. Ein Traumziel, wie sich schnell herausstellt.

„Ist das herrlich“, denk ich mir beim Aussteigen in Prien, am westlichen Chiemsee-Ufer. Wie der Blick in die lächelnden Gesichter verrät, sehen das viele so. Und schon sind wir mittendrin. Helga Schömmer, die uns nicht nur die Geschichte, sondern das „wahre“ Prien abseits des Tourismus‘ und der überlaufenen Stege zeigen wird, empfängt uns am Fluss „Prien“. Dieser Name leitet sich vermutlich vom keltischen "Briennas" (= schnellfließend) ab, erklärt uns Schömmer.

An der Prien hat sich im frühen Mittelalter das Handwerksviertel entwickelt, so wurde dem Ort Leben eingehaucht. Den ersten, den es an den Fluss zog, war der ortsansässige Metzger, danach folgten Weißgerber, Sattler und Wagenbauer. Prien wurde eine florierende Stadt. Außerdem wuchs Prien im Jahre 1680 mit zwölf Filialkirchen, darunter auch zwei Wallfahrtskirchen, zur wahren "Kirchenmacht" im Süden Bayerns heran. 1860 fuhr bereits die erste Bahn von München nach Prien. „So entdeckte auch der Adel aus der Stadt diesen wunderbaren Ort“, berichtet Schömmer. Wenige Jahre später setzte der Tourismus ein.

Eindrucksvolles Deckengemälde

Anschließend spazieren wir zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Als ich durch die Pforte gehe, bleibt mein Blick sofort an dem eindrucksvollen Deckengemälde haften. Unsere Reiseführerin Helga Schömmer fragt in die Runde, auf wie viele Quadratmeter wir dieses schätzen würden. Einige meinten etwa 20, andere 100 Quadratmeter. Doch wir liegen alle falsch, das Deckengemälde beträgt unglaubliche 200 Quadratmeter - also fünf Klassenzimmer würden darauf Platz finden. Johann Baptist Zimmermann schuf das imponierende Deckengemälde, das die Seeschlacht von Lepanto im Jahr 1571 darstellt. Über den damaligen Sieg der Christen rankte sich auch eine Legende. Papst Pius V. betete für die päpstliche Flotte, die damals zusammen mit den Spaniern in den Krieg zog. Während des Gebetes ist ihm Maria erschienen, die ihm auftrug, fleißig den Rosenkranz zu beten. Diese Geschichte ist wahrscheinlich überall im Lande weitergetragen worden, denn völlig überraschendend haben die christlichen Mittelmeerländer den Sieg über die Osmanen errungen – ein möglicher (weniger legendenhafter) Grund hierfür war wohl der günstig gelegene Wind: ‚Ein Zeichen von oben?‘, frage ich mich.


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