Bonifatiuswerk ergänzt sein Angebot Mit Geld den Glauben stützen

05.06.2013

Unter dem Motto „Hilfswerk für den Glauben“ ergänzt das Bonifatiuswerk seine Angebote durch Mittel für „Glaubenshilfe“. Das Hilfswerk sieht sich herausgefordert durch eine Zunahme von Lebenssituationen, in denen Christen und Katholiken in Deutschland in der Minderheit sind

Schwerpunkt in der Diasporaarbeit (Bild: Bonifatiuswerk)

Nicht nur im Osten oder Norden Deutschlands finde man solche „Formen extremer Diaspora“ vor, auch in vielen deutschen Städten seien Katholiken und Christen inzwischen häufig eine Minderheit, erklärte der Generalsekretär des Hilfswerks, Monsignore Georg Austen in einem Gespräch mit dem Münchner Kirchenradio. So seien beispielsweise in Leipzig 81 Prozent der Einwohner nicht getauft.

Der Begriff „Missionierung“ sei heute negativ besetzt, es gehe darum, Menschen den Charme des Glaubens nahezubringen, entscheiden müsse natürlich jeder selbst, betonte Ausen. Er glaube aber durchaus, dass viele Menschen auf der Suche seien nach Sinnstiftung und einer Gemeinschaft. Daher solle man nicht resignieren, sondern versuchen, die Kraft des Glauben erlebbar zu machen, so der Generalsekretär und berief sich auf eine Aussage des Papstes: „Wohnzimmerchristen bringen den Glauben nicht weiter“.

Das Bonifatiuswerk reagiert nun mit einer zusätzlichen Förderung von pastoralen und evangelisierenden Elementen. Dazu werden unter anderem Projektstellen gefördert für Mitarbeiter, die innovative pastorale Wege suchen. Die bewährten Hilfsleistungen des Bonifatiuswerks für Bauten, Transport und Kinder und Jugendliche bleiben bestehen und werden durch die neue Glaubenshilfe ergänzt. (gh) 

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