Soziales Engagement München ehrt Benediktiner Emmanuel Rotter

01.08.2017

Der Benediktiner-Pater Emmanuel Rotter erhält die Medaille "München leuchtet" in Silber. Bürgermeister Josef Schmid hat ihn gewürdigt.

Münchens Bürgermeister Josef Schmid hat Benediktiner Emmanuel Rotter die Medaille übergeben.
Münchens Bürgermeister Josef Schmid hat Benediktiner Emmanuel Rotter die Medaille übergeben. © Kiderle

München – Frater Emmanuel Rotter (50) aus der Benediktiner-Abtei Sankt Bonifaz in München und Kloster Andechs hat die Medaille "München leuchtet - Den Freundinnen und Freunden Münchens" in Silber erhalten. Die Auszeichnung übergab ihm am Montag in München Bürgermeister Josef Schmid (CSU) und ehrte damit die besonderen Verdienste des Ordensmannes im sozialen Bereich. Schmid würdigte besonders, dass Frater Rotter alle Hilfesuchenden gleich behandle. München wäre ärmer, wenn es Menschen wie ihn nicht gäbe, sagte er weiter. Rotter widmete die Medaille allen Mitarbeitern und Wegbegleitern, die ihn in seiner Arbeit unterstützen. Zur Verleihung waren unter anderen seine Mutter und Abt Johannes Eckert gekommen.

Engagiert in der Obdachlosenhilfe

Der in Haag in Oberbayern geborene Rotter gehört seit 26 Jahren dem Benediktinerorden an. Der gelernte Krankenpfleger engagierte sich schon früh für Menschen ohne Obdach und leitet heute die Obdachlosenhilfe in Sankt Bonifaz. Der Tatkraft des Priors ist es mit zu verdanken, dass auf dem Münchner Gelände des Klosters das Haneberghaus errichtet wurde. Dort erhalten obdachlose Menschen ohne Vorbedingungen Angebote, die sie zu einem Überleben auf der Straße benötigen.

So werden dort täglich bis zu 200 Essen ausgegeben, 60 bis 70 Menschen kommen in die Kleiderkammer, viele nutzen auch die Duschen. Eine Arztpraxis steht Frauen und Männern ohne Krankenversicherung offen, ein Sozialdienst bietet Beratung an. Mehr als 250 Menschen geben das Kloster zudem als Postadresse an. Alle Angebote sind kostenlos und werden aus Eigenmitteln der Abtei sowie aus Spenden finanziert. (KNA/kid)

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