Ebolaausbruch Münchner Erzbistum spendet für Ebola-Gebiete

09.10.2019

200.000 Euro aus dem Katastrophenfonds wird Caritas International vorrangig für ein Präventionsprojekt zur Verfügung gestellt, um die Lage im Kongo zu verbessern.

Im Kongo wütet der wohl bisher schlimmste Ausbruch des Virus.
Im Kongo wütet der wohl bisher schlimmste Ausbruch des Virus. © imago

München – Das Erzbistum München und Freising unterstützt mit rund 200.000 Euro die Menschen in den von der Ebola-Seuche befallenen Gebieten in der Demokratischen Republik Kongo. Das Geld aus dem Katastrophenfonds werde Caritas International vorrangig für ein Präventionsprojekt zur Verfügung gestellt, teilte die Pressestelle der Erzdiözese am Dienstag mit.

Bereits 2.000 Tote

Im Osten der Republik erleben die Menschen nach Angaben des Hilfswerks den schwersten Ebola-Ausbruch in der Geschichte. Bisher gebe es rund 3.000 Fälle, rund 2.000 der mit dem Virus infizierten Menschen seien gestorben. Mit Aufklärungsarbeit über Ursachen, Gefahren und Ansteckungswege arbeiteten Caritas International und ihre lokalen Partner, um die Seuche einzudämmen. Bereits erkrankte Personen würden von medizinischen Organisationen behandelt. Die Caritas und ihre Partner konzentrierten sich auf Aufklärungsarbeit und hygienische Maßnahmen.

Um insbesondere eine Ausbreitung der Krankheit in dicht besiedelte Gebiete zu verhindern, wie die Millionenstadt Goma, richte sich die Arbeit der Caritas gezielt an Menschen, die häufig in engem Kontakt zu anderen stehen, heißt es. Dazu gehörten etwa Busfahrer, lokale oder religiöse Führer. Eine Sensibilisierung der Bevölkerung für Hygiene- und Sanitärmaßnahmen solle auch an öffentlichen Plätzen erfolgen: Plakate würden aufgehängt, Broschüren verteilt. Darüber hinaus sei geplant, 740 Handwaschstellen zu errichten, an denen auch Seife zur Verfügung stehe. (kna)


Das könnte Sie auch interessieren

© Don Bosco Mission Bonn

Als Salesianer unterwegs in Krisengebieten Ich beteilige mich an dem Kreuzweg unserer Zeit

Bruder Lothar Wagner war im Jahr 2014 gerade auf Heimatbesuch in Deutschland, als er hörte, dass das Ebola-Virus in Sierra Leone ausgebrochen war. Sofort kehrte er in das Land zurück, in dem er sich...

10.06.2019

© Jörg Böthling/missio München

Woche der Goldhandys von missio Telefonieren mit Edelmetall

Über 124 Millionen ausgediente Handys liegen ungenutzt in deutschen Schubladen. "Mach mehr aus deinem alten Handy: Es ist Gold wert!" - missio München hat eine Aktion dazu gestartet.

07.11.2018

Caritas International fordert stärkeren Einsatz gegen Ebola

Caritas International hält einen stärkeren Einsatz gegen Ebola für dringend erforderlich. Morgen werde die Dachorganisation der nationalen Caritasverbände in Rom bei einem Treffen mit...

03.11.2014

Jetzt neu für Rosenheim: Der mk-online Newsletter

Wir informieren Sie über Aktuelles, Gottesdienste, besondere Veranstaltungen und Neues aus Religion und Gesellschaft.
Jetzt abonnieren