Caritas-Projekt Münchner Erzdiözese unterstützt "IntegrationsBrücke"

13.01.2021

Je 50.000 Euro erhält das Projekt in den nächsten Jahren. Damit werden Projekte für Menschen mit Migrationshintergrund unterstützt.

Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Hautfarben sitzen an einem Tisch und haben alle dasselbe Blatt Papier vor sich. Eine Dame erklärt den Herren etwas. (Beispielfoto)
Die IntegrationsBrücke fördert Menschen mit Migrationshintergrund (Beispielfoto). © Frank Gärtner - stock.adobe.com

München Die Erzdiözese München und Freising unterstützt die diözesane Caritas bei ihrem "Projekt IntegrationsBrücke" (PIB) mit je 50.000 Euro für die Jahre 2021 und 2022. Das teilte das Erzbistum am Dienstag mit. Die Initiative begleitet im Stadtgebiet München vor allem neu zugewanderte EU-Bürger und deren Angehörige beim Umgang mit psychischen Problemen, Kommunikationsproblemen und migrationsspezifischen Belastungen. Ziel sei, die Kenntnisse über das hiesige psychosoziale Versorgungssystem zu verbessern und so auch eine intensivere Nutzung der vorhandenen Angebote zu ermöglichen.

Generalvikar Christoph Klingan sieht laut Mitteilung im PIB eine Initiative, die Hilfe zur Selbsthilfe biete. Sie trage dazu bei, dass psychosozial belastete Familien mehr Zugang zu Bildungs- und Förderangeboten sowie insgesamt bessere Voraussetzungen für ihr Zurechtfinden in der Gesellschaft erhielten. An Wochentagen außer dienstags bietet das PIB zwischen 10 und 12 Uhr im Haus der Caritas München-Mitte in der Bayerstraße 73 im Rahmen einer offenen Sprechstunde Beratungsgespräche an. Derzeit sei dies aber coronabedingt nur nach telefonischer Anmeldung möglich.

Sozialpädagogen und Psychlogen beraten Ratsuchende anonym

Außerhalb dieser Zeiten können Beratungen nach Terminvereinbarung stattfinden, wie es heißt. Einmal im Monat werde außerdem in der ehemaligen Bayernkaserne, einer Einrichtung für Flüchtlinge und Obdachlose, eine Sprechstunde vor Ort angeboten. Ein Team aus Sozialpädagogen sowie Psychologen mit eigenem Migrationshintergrund stehe Ratsuchenden in mehreren Sprachen unter Wahrung der Anonymität zur Seite.

Das Projekt wurde bisher durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen gefördert. Ab 2021 wird es anteilig von der Landeshauptstadt München bezuschusst. Kooperationspartner in München sind unter anderem Sozialbürgerhäuser, Ärzte, Kliniken, Jobcenter, sozialpsychiatrische Dienste, Erziehungsberatungsstellen oder Anlaufstellen für Obdachlose und Menschen ohne Krankenversicherung.
(kna)


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