Kirche und Digitalisierung MUTmacherei und Seelenzuckerl

28.05.2020

Mit neuen digitalen Angeboten sollen Bedürfnisse von Jugendlichen besser aufgegriffen werden. Dabei sind die Zugänge ganz niedrigschwellig und nicht nur für Corona-Zeiten gedacht.

Logo der MUTMacherei
Es gibt "Tipps und Tools, um gut und gestärkt durch diese besondere Zeit zu kommen". © EJA

München – Das Erzbischöfliche Jugendamt München und Freising stellt neue digitale Formate kirchlicher Jugendarbeit vor. Mit der „MUTmacherei – Selbstcoaching für Jugendliche“ und der Aktion „Seelenzuckerl“ werden aktuelle Bedürfnisse Jugendlicher nach Beratung und Zuwendung aufgegriffen und im digita-len Raum umgesetzt.

„Es geht uns nicht darum, während der Corona-Krise in digitale Räume auszuweichen und ausschließlich Ersatz für analoge Angebote zu schaffen“, erläutert Diözesanjugendpfarrer Domvikar Richard Greul. „Dem Erzbischöflichen Jugendamt geht es um eine Erweiterung des Portfolios in der kirchlichen Jugendarbeit, die der Lebenswirklichkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen entspricht.“

Zwei aktuelle Beispiele für digitale Jugendarbeit sind die „MUTmacherei“ und das „Seelenzuckerl“, die beide bei Instagram zu finden sind. Bei der „MUTmacherei geht es darum, Jugendlichen Tipps und Tools zu geben, um gut und gestärkt durch diese besondere Zeit zu kommen. Dabei werden jede Woche bei @mutmacherei Vorschläge zu Themen wie Zuversicht, Angst und Mut gemacht, nach dem Motto: „Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst.“ (Albert Schweitzer).

Das „Seelenzuckerl“ ist ein unkompliziertes Format für und von Jugendlichen, bei dem gepostet wird, was anderen eine Stütze sein kann oder einfach nur guttut. Lieblingsplätze, Lieblingsgebet, Lieblingssong – „alles, bei dem deine Seele in schwierigen Zeiten zur Ruhe kommt – sind unter @seelenzuckerl zu sehen. „Dies schafft für die Jugendlichen im Erzbistum München und Freising eine Plattform sich auszudrücken, andere wahrzunehmen und sich gegenseitig zu stärken“, so Greul. (pm)


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