Ausbildung Neben dem Studium in den Journalismus

13.07.2021

Das journalistische Handwerk von Grund auf lernen und gleichzeitig das Wunschfach studieren? An der katholischen Journalistenschule ifp kann man sich jetzt für ein Stipendium bewerben.

Zwei Frauen stellen eine Kamera ein. Beim ifp werden alle Mediengattungen erlernt.
Ob Fernsehen, Radio oder Social Media: Beim ifp werden alle Mediengattungen erlernt. © Erol Gurian ifp

München – „In erster Linie versuche ich zu verstehen, was ist, bevor ich mir ein Urteil bilde.“ Peter Maxwill ist Korrespondent für den Spiegel in Leipzig. Er ist unterwegs auf Demonstrationen und Veranstaltungen, telefoniert viel. Er will nah dran sein an den Menschen – auch wenn es manchmal schwierig ist. Beleidigungen, Hass und Hetze, das kennt auch er aus seiner Arbeit. Im April hat „Reporter ohne Grenzen” erneut seine Rangliste der Pressefreiheit veröffentlicht. Deutschland ist um zwei Plätze zurückgefallen: auf Platz 13 von 180. Medienschaffende werden vermehrt verbal und körperlich angegriffen. Journalist Maxwill berichtet weiter über Rassismus und Diskriminierung. Auf sein Berufsziel hat er schon während des Studiums hingearbeitet – durch ein Stipendium an der Katholischen Journalistenschule ifp. Die dreijährige Studienbegleitende Journalismusausbildung ermöglicht jungen Leuten einen Berufseinstieg während des Studiums. Im Frühjahr 2022 startet ein neuer Jahrgang. Bewerbungsschluss ist der 20. September 2021.

Offen für alle Studierenden

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus ganz Deutschland treffen sich regelmäßig zu Seminaren im ifp in München. Erfahrene Journalistinnen und Journalisten vermitteln Themen wie Interviewführung, Recherche, Reportage, Mobile Reporting, Arbeiten mit Daten und Social Media. Zudem absolvieren die Studierenden drei Praktika in namhaften Medienhäusern.

Damit sich alle Studierenden die Ausbildung leisten können, sorgt das ifp mit einem Stipendium für Kost und Unterkunft während der Seminare, erstattet Fahrtkosten und unterstützt Pflichtpraktika finanziell. Das geistliche Programm nimmt religiöse, persönliche, auch existenzielle Fragen in den Blick. Mit Zusatzangeboten wie einem Mentoringprogramm, Informationsreisen und Sprechtraining bereitet das ifp die Studierenden umfassend auf den Journalismus vor und greift aktuelle Themen auf – zum Beispiel mit einem Workshop zu Hass und Hetze im Netz gegen Journalistinnen und Journalisten.

Gut gewappnet in den Beruf

Klara Gaßner, die in Dresden studiert und seit Januar ifp-Stipendiatin ist, hat gleich zu Beginn ihrer Ausbildung erlebt wie es sich anfühlt, wenn Journalistinnen persönlich beleidigt werden. Der professionelle Austausch im Workshop, die vielen Links zu Hilfsangeboten und rechtlichen Informationen haben ihr geholfen, ihren Weg in den Journalismus fortzusetzen. „Ich fühle mich jetzt gut gewappnet“, sagt Klara Gaßner.
Auch für Spiegel-Journalist Peter Maxwill ist es keine Option den Kopf einzuziehen. „Ich finde viele Themen einfach wichtig. Da muss es Leute geben, die sich damit beschäftigen.“

Das Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) ist die katholische Journalistenschule. Hier lernen junge Menschen das journalistische Handwerk für Radio, Video, Social-Media-Redaktionen, gedruckte und digitale Medien. Die Absolventinnen und Absolventen arbeiten in regionalen und überregionalen Medienhäusern – von A wie Augsburger Allgemeine bis Z wie ZDF. (pm)

 

 


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