Johannes Merz tritt Stelle an Neuer Leiter für Archiv des Münchner Erzbistums

01.04.2019

Das Archiv und die Diözesanbibliothek der Erzdiözese München und Freising bekommen mit dem 1. April einen neuen Chef: Johannes Merz kommt aus Unterfranken.

Der Würzburger Generalvikar Thomas Keßler (rechts) verabschiedete Johannes Merz im Januar als Kanzler des Bistums Würzburg.
Der Würzburger Generalvikar Thomas Keßler (rechts) verabschiedete Johannes Merz im Januar als Kanzler des Bistums Würzburg. © Markus Hauck/POW

München – Der Unterfranke Johannes Merz (54) hat zum 1. April die Leitung des Archivs und der Diözesanbibliothek der Erzdiözese München und Freising übernommen. Der frühere Kanzler des Bistums Würzburg tritt die Nachfolge von Archiv- und Bibliotheksdirektor Peter Pfister an, der zum 1. Juli 2018 in den Ruhestand ging. Pfister hatte das Archiv seit 1998, die Diözesanbibliothek seit 2008 geleitet.

Merz war von 2003 bis 2016 Leiter der Abteilung Schriftgutverwaltung im Würzburger Ordinariat, zu der das Diözesanarchiv, die Diözesanbibliothek und die Registratur des Ordinariats gehören. Im Jahr 2014 berief ihn der damalige Bischof Friedhelm Hofmann zum Vizekanzler der Kurie, seit 2016 war er Kanzler des Bistums.

Habilitation in München

Der gebürtige Hammelburger studierte Geschichte, Theologie, Philosophie und Germanistik in Würzburg, Marburg und Padua. Die Promotion folgte 1992, die Habilitation im Fach Mittlere und Neuere Geschichte 1999 an der Universität in München. Seit 2000 lehrte Merz dort als Privatdozent, seit 2006 als außerordentlicher Professor. Daneben nahm er Lehrstuhlvertretungen in Passau und Saarbrücken wahr.

Das Archiv des Erzbistums gehört laut Mitteilung vom Montag zu den bedeutendsten Kirchenarchiven Deutschlands. Es archiviert die Unterlagen der Bistumsverwaltung und betreut die Archive von über 750 Pfarreien und anderen kirchlichen Einrichtungen im Bistumsgebiet. Im Sommer 2019 wird die Freischaltung wichtiger Archivalien zur kostenlosen Online-Nutzung erfolgen.

Über 450.000 Bände

Die Diözesanbibliothek mit einem Gesamtumfang von über 450.000 Bänden besitzt wertvolle historische Altbestände und sammelt fortlaufend aktuelle Literatur zu Bistumsgeschichte, Theologie und kirchlicher Kultur. Kürzlich wurde der herausragende Buchbestand des aufgelösten Birgittenklosters Altomünster übernommen, katalogisiert und digital der Forschung zugänglich gemacht. (kna)


Das könnte Sie auch interessieren

Das älteste Dokument aus dem Archiv des Erzbistums München und Freising ist eine Urkunde, die Steuerzahlungen einer Pfarrei regelt. Jetzt ist es auch online einsehbar.
© SMB/Bierl

Archiv des Erzbistums geht online Per Mausklick ins Matrikelbuch

Das Erzbistum München und Freising stellt vier Millionen Seiten aus seinem Archiv online und bietet den verschiedensten Interessenten neue Forschungsmöglichkeiten.

15.07.2019

© SMB/Schmid

München am Mittag Außensanierung der Jesuitenkirche St. Michael beginnt

Die Außensanierung des Münchner Wahrzeichens St. Michael in der Fußgängerzone ist eine echte Herausforderung. Kirchenrektor Pater Karl Kern erklärt in dieser Sendung, was dem Gotteshaus in den...

02.04.2019

Kardinal Michael von Faulhaber war von 1917 bis 1952 Münchner Erzbischof.
© MK Archiv

Widerständler mit kleinen Fehlern Vor 150 Jahren wurde Kardinal Michael von Faulhaber geboren

Am 5. März 1869 wurde Kardinal Michael von Faulhaber geboren. Er gehört zu den bedeutendsten Kirchenmännern der jüngeren bayerischen Geschichte.

05.03.2019

Bis heute werden die Neupriester im Freisinger Dom geweiht.
© Kiderle

Überblick Geschichte des Erzbistums München und Freising

Von den römischen Soldaten bis zur Neugestaltung des Freisinger Dombergs gibt der frühere Archivdirektor Peter Pfister einen Überblick über wichtige Personen und Ereignisse im Erzbistum.

31.07.2018

Eugenio Pacelli, später Pius XI., hat den Entwurf von Kardinal Michael Faulhaber überarbeitet.
© wikipedia

Papstenzyklika gegen den NS-Staat „Mit brennender Sorge“ vor 80 Jahren veröffentlicht

21. März 1937: Die Katholiken in Deutschland sind aufgerüttelt und die nationalsozialistischen Behörden schäumen vor Wut. Der Anlass: ein päpstliches Lehrschreiben.

21.03.2017

Jetzt neu für Rosenheim: Der mk-online Newsletter

Wir informieren Sie über Aktuelles, Gottesdienste, besondere Veranstaltungen und Neues aus Religion und Gesellschaft.
Jetzt abonnieren