Wohnungslosigkeit Neues Clearinghaus der Kirche in München

16.02.2018

Verschiedene Umstände können dazu führen, dass Menschen wohnunglos werden. In München-Sendling gibt es für Betroffene bald eine neue Anlauftstelle.

Das Clearinghaus in München-Sendling ist eine Anlaufstelle für Wohnungslose.
Das Clearinghaus in München-Sendling ist eine Anlaufstelle für Wohnungslose.

München – In München wird am 22. Februar das neue Clearinghaus Plinganserstraße des örtlichen Katholischen Männerfürsorgevereins (KMFV) feierlich eröffnet. Die Einrichtung richtet sich an wohnungslose Alleinstehende, Paare und Familien, wie der Verein am Donnerstag mitteilte. Ihnen soll eine vorübergehende Unterkunft geboten werden, außerdem wollen die Betreuer mit den Betroffenen eine neue Perspektive erarbeiten. Am 24. Februar können sich Anwohner und Interessierte im Rahmen eines Tages der offenen Tür über das Clearinghaus informieren.

Die Katholische Pfarrpfründestiftung Sankt Margaret in München und das Erzbischöfliche Ordinariat hatten sich im November 2009 dazu entschieden, das Grundstück an der Plinganserstraße 29 an das Katholische Siedlungswerk München zu veräußern. In der Folge bot das Siedlungswerk dieses dem Sozialreferat für das Kommunale Wohnungsbauprogramm an. 2013 stimmte der Stadtrat zu, auf dem Grund ein solches Clearinghaus zu bauen. Anschließend wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt, das Gebäude geplant und vom Siedlungswerk bis Ende 2017 realisiert. Insgesamt gibt es damit in der bayerischen Landeshauptstadt sieben solcher Clearinghäuser.

Hilfe bei nächsten Schritten

Betrieben wird die Einrichtung durch den Ambulanten Fachdienst Wohnen München des KMFV. Kostenträger ist die Landeshauptstadt München. Ziel sei es, mit den betreuten Haushalten abzuklären, warum sie wohnungslos geworden seien und was getan werden müsse, damit sie nach spätestens sechs Monaten wieder in eine Wohnung ziehen könnten.

Das Gebäude bietet in 31 möblierten Wohnungen, die sich auf vier Obergeschosse und ein Dachgeschoss verteilen, Platz für 55 bis maximal 85 Personen. Die Belegung erfolgt durch den Fachbereich Wohnen der Abteilung Zentrale Wohnungslosenhilfe im Amt für Wohnen und Migration der Landeshauptstadt München sowie die Fachstellen zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit der Sozialbürgerhäuser. (kna)


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