Erzbistum untersützt Alleinerziehende Neues Herbst- und Winterprogramm

13.08.2013

Mit einem spezialisierten Angebot unterstüzt das Erzbistum München und Freising alleinerziehende Mütter und Väter in Krisensituationen und bei der Bewältigung des Alltags.

Alleinerziehender Papa (Bild: ghfotografie-Fotolia.com)

Im neu erschienenen Programm für Herbst und Winter 2013/14 ist erstmals eine Pilgerwanderung für Alleinerziehende zu finden: An einem Wochenende im Oktober sind die Teilnehmer auf dem alten Jakobsweg von Benediktbeuern zum Walchensee unterwegs. Außerdem gibt es regelmäßige Gruppentreffen, die sich am Alter der Kinder vom Säuglingsalter bis in die Pubertät orientieren. Das Programm gehe sehr spezialisiert auf die Bedürfnisse von alleinerziehenden Frauen und Männern ein und fördere deren Vernetzung, erläutert die Fachreferentin für Alleinerziehende, Susanne Ehlert. So werde zum Beispiel für verwitwete Alleinerziehende eine eigene Gruppe angeboten. Besonderes Gewicht wird in dem Programm laut Ehlert auch auf die Begleitung von Eltern gelegt, die sich im Prozess der Trennung und Scheidung befinden, etwa mit therapeutischen Gesprächsgruppen in verschiedenen Städten der Erzdiözese wie München, Dachau, Ebersberg und Rosenheim. Auch mit einer Gruppe für Mütter, deren Kinder bei ihren Vätern leben, reagiere das Erzbistum auf die sich verändernde gesellschaftliche Realität.

Gottesdienste und spirituelle Angebote werden laut Ehlert ebenfalls stark nachgefragt: „Alleinerziehende haben oft ein großes Bedürfnis nach dem Segen Gottes für ihre Lebenssituation. Wir möchten sie bewusst spüren lassen, dass sie immer Teil unserer kirchlichen Gemeinschaft sind, und ihnen diesen Segen zusprechen – das schenkt ihnen Entlastung und lässt sie wieder aufatmen.“

Das drängendste Alltagsproblem von Alleinerziehenden sei immer noch die Überbelastung, denn sie müssten Berufstätigkeit und Kindererziehung ohne Unterstützung eines Partners bewältigen, sagt Ehlert. Durch Veränderungen im Unterhaltsrecht seien Alleinerziehende heute gezwungen, schneller wieder in den Beruf einzusteigen, was für sie Angebote unter der Woche schwer zugänglich mache: „Darauf haben wir mit einer stärkeren Verlagerung unserer Aktionen auf das Wochenende reagiert.“ So finde sich zum Beispiel ein offenes Treffen unter dem Motto „Gegen den Sonntags-Blues“ im neuen Programm.

Das gesamte Programm der Fachstelle und des Hauses Dorothee für Herbst und Winter 2013/14 kann unter www.alleinerziehende-programm.de abgerufen werden.  (emf/sts)

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