Taufkapelle Prien Neuland in der Seelsorge

19.07.2018

Der Pfarrverband Westliches Chiemseeufer lädt noch bis zum 21. Juli ein, sich über Glaube und Heimat Gedanken zu machen. Und zwar an einem passenden Ort.

Zeichnungen statt Heilige: In der Taufkapelle PRien such Seelsorger, Künstler und Teilnehmer neue spirituelle Wege. © Hötzelsperger

Prien - „Eintritt erwünscht“ ist der Titel eines „Experiments“ im Pfarrverband Westliches Chiemseeufer im Juli. Im Rahmen offener Kirchentüren werden besondere Termine angeboten, bei denen unter anderem Künstler die Gedanken der Besucher aufnehmen und sich von diesen inspirieren lassen. „Kunst und Seele“ hieß es zum Beispiel bei einer Sonntags- und Feierabend-Zusammenkunft in der Priener Taufkapelle, dem ausgewählten Projekt-Ort. Unter anderem wurden die Heiligenfiguren von ihren Sockeln genommen. Gemeindereferent Werner Hofmann lud die Besucher ein, sich davon angeregt zum Thema „Heimat“ auszutauschen. Künstler Michael Feuchtmeir griff die Eindrücke der Teilnehmer auf und versah die leeren Wandflächen mit Zeichnungen. Ungewohntes tritt an die Stelle von Gewohntem, um bei den Besuchern Gefühle und Gedanken auszulösen.

 

Raum schaffen für Spiritualität

 

„Wir wollen einen Raum schaffen, an dem jeder einfach nur sein kann – hier muss ich nichts leisten, hier kann ich einfach etwas dalassen, was mich momentan bedrückt, ich kann etwas mitnehmen, das mir hilft, oder auch einfach nur verweilen. Ganz egal, was die Besucher hier hereingeführt hat, sie sind einfach da“, erklärt Ursula Stacheder, Gemeindereferentin im PV und mit Gemeindereferent Werner Hofmann eine der Hauptamtlichen, die dieses Projekt betreuen. Insgesamt wurde die „Offene Taufkapelle“ von einer Gruppe entwickelt, die sich seit etwa anderthalb Jahren regelmäßig trifft und sich mit der Frage „Was heißt Kirche für mich?“ beschäftigt und so auf das Thema Heimat kam.

Die Priener Taufkapelle am Marktplatz hat im Rahmen des Projekts noch bis 31. Juli täglich von 7 bis 19 Uhr geöffnet. Ein Feierabend mit Musik und Text, unter anderem mit der Quersaitenmusik und dem Jugendchor „Die RimTeenies“, wird am Freitag, 27. Juli, um 18 Uhr gestaltet. Weitere Angebote des Arbeitskreises „Offene Kirche“ sind Seelsorgegespräche am Mittwoch, 25. Juli, mit Pfarrer Klaus Hofstetter sowie jeden Montag von 18 bis 19 Uhr mit Theologin Irmi Heindlmeier.


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