Langgediente Klosterschwestern Ordensjubiläum bei den Franziskanerinnen von Schönbrunn

27.09.2021

Gold, Diamant, Eisen und Gnade geben den Jubiläen der fünf Schwestern ihre Namen. Seit vielen Jahrzehnten tun sie ihren guten Dienst für Kinder, Behinderte, Alte und Kranke.

Gruppenfoto Jubilarinnen mit Generalleitung, Pfarrer, Pastoralpraktikant und Ministranten
In der ersten Reihe v.l.n.r.: Sr. M. Elisabeth Schemmerer (GL), Sr. M. Gabriele Konrad, Generaloberin, Sr. M. Fortunata Radlmayr, Sr. M. Concordia Schuller, Pfarrer Bartmann, Sr. M. Johanna Süß (GL), Sr. M. Dionysia Leopold, Sr. Maria Goretti Sippl und Sr. M. Laurentia Sax. © Franziskuswerk Schönbrunn

Schönbrunn – Die Franziskanerinnen von Schönbrunn haben am Samstag, den 25. September 2021, mit einem Festgottesdienst in der Kirche St. Josef das Ordensjubiläum von fünf Schwestern gefeiert. "In den vielen Jahrzehnten, die unsere Schwestern in Schönbrunn leben, haben sie mit viel Liebe und großem Einsatz mit den und für die Menschen hier in Schönbrunn gelebt und gearbeitet", lobt die Generaloberin der Franziskanerinnen von Schönbrunn, Schwester Maria Gabriele Konrad, die Jubilarinnen. 

Schwester Maria Concordia Schuller kann auf 70 Ordensjahre zurückschauen und feierte das sogenannte Gnadenjubiläum. Mit großem Interesse verfolgt sie die täglichen Nachrichten und nimmt die Anliegen aus Gesellschaft und Kirche hinein in ihr Beten. Schwester Maria Concordia war viele Jahre in der Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderung in verschiedenen Wohngruppen des Franziskuswerk Schönbrunn tätig und wirkte 30 Jahre im Klostergut Harpfetsham im Landkreis Traunstein.

Fantasie und Kreativität

Schwester Maria Goretti Sippl feierte das Eiserne Ordensjubiläum, sie legte vor 65 Jahren ihre Ordensgelübde ab. Schwester Maria Goretti wirkte viele Jahrzehnte in der Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung. Sie war langjährig im Kindergarten tätig und unterrichtete in der Johannes-Neuhäusler-Schule in den Fächern Religion sowie Werken und Gestalten. Mit viel Geschick gestaltete sie über Jahre hinweg den Blumenschmuck in der Kirche St. Josef und sorgte mit Fantasie und Kreativität für stets geschmackvolle Raumgestaltungen innerhalb des Klosters.

Bereichernde Begegnungen

Das 60-jährige, das Diamantene Jubiläum, feierten Schwester Maria Fortunata Radlmayr und Schwester Maria Dionysia Leopold. Schwester Maria Fortunata pflegt guten Kontakt mit einem großen Bekanntenkreis. Sie ist geboren und aufgewachsen in Fahrenzhausen und hat daher viele Verwandte und Bekannte in der Dachauer und Freisinger Gegend. Zudem war Schwester Maria Fortunata viele Jahrzehnte zunächst in der Gärtnerei der damaligen Anstalt Schönbrunn und später in der Friedhofsgärtnerei des Klosterfriedhofs tätig. Die täglichen Begegnungen mit vielen Kunden und Besuchern machten sie zu einer vielseits bekannten und geschätzten Persönlichkeit.

Schwester Maria Dionysia Leopold arbeitete viele Jahre in der Ordensschneiderei und war ebenso langjährige Sakristanin in der Kirche St. Josef. Aus den Begegnungen in dieser Tätigkeit und über eine regelmäßige Mitarbeit in verschiedenen Wohngruppen des Franziskuswerk Schönbrunn bestehen bis heute gute Kontakte, vor allem zu den aktiven und ehemaligen Ministrantinnen und Ministranten.

Umsichtige und liebevolle Betreuung

Schwester Maria Laurentia Sax schaut auf 50 Ordensjahre zurück und feierte das Goldene Ordensjubiläum. Auch sie war viele Jahre in der Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderung tätig. Seit mehr als 20 Jahren ist Schwester Maria Laurentia nun bereits im ordenseigenen Altenheim tätig und kümmert sich mit großem Engagement, zusammen mit Mitschwestern und Mitarbeiterinnen, um eine umsichtige und liebevolle Betreuung und Pflege der altgewordenen Mitschwestern. (pm/vt)


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