Immer noch zu wenig Spender Organspende-Nächstenliebe oder Bürgerpflicht?

13.02.2019

Der Gesundheitsminister möchte aus der Organspende eine Art Bürgerpflicht machen, von der man sich erst per Widerspruch ausnehmen muss. Ist dieser Schritt nötig und ethisch wünschenswert?

Vor 50 Jahren wurde in München die erste Herztransplantation Deutschlands vorgenommen. Eine lebensrettende Operation, das wäre auch heute noch so. Doch Spenderorgane sind knapp. Auch wenn die Deutschen in Umfragen eine hohe Spendenbereitschaft äußern, die Realität in den Kliniken sieht so aus, dass nur wenige einen Organspendeausweis haben. Dann entscheiden die Angehörigen. Auch bei der Widerspruchslösung haben sie ein Mitspracherecht.
Sind wir darauf überhaupt vorbereitet? Gibt es ausreichend Betreuung für die Angehörigen in dieser Situation? Welche Möglichkeiten gibt es noch, um mehr Organspenden in Deutschland zu gewinnen? Diskussionsstoff für den Herzchirurgen Professor Bruno Meiser, Leiter des Transplantationszentrums der LMU und Präsident der Stiftung Eurotransplant und Dr. Thomas Hagen, Leiter der Krankenpastoral in der Erzdiözese mit langer Seelsorge-Erfahrung unter anderem im Klinikum Großhadern.

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