Wiesn 2013 Organspender werden beim „Schichtl“

24.09.2013

Nach den bundesweiten Organspendeskandalen gibt es viel zu wenige Spenderorgane. Der „Schichtl“ startet eine Initiative zur Förderung der Spendebereitschaft. Bei ihm heißt es während der Wiesn: Köpfen, um Leben zu retten.

Manfred Schauer vorm "Schichtl" (Bild: imago)

Um auf das Thema Organtransplantation aufmerksam zu machen, hat sich Manfred Schauer, der Schichtl von der Wiesn,eine ungewöhnliche Aktion einfallen lassen. Jeder, der sich während des Oktoberfestes bei ihm „köpfen“ lässt, erhält als Quittung einen Organspendeausweis. Auf ein ernstes Thema könne man auch auf witzige Art und Weise aufmerksam machen. Wenn jemand sich köpfen lasse, wäre eine Organspende die logische Konsequenz, sagte Schauer den München Kirchennachrichten augenzwinkernd. Es sei immer gut, wenn Menschen so auf etwas aufmerksam gemacht würden. Mit der Aktion möchte er die Spendenbereitschaft steigern.

Unterstützt wird seine Aktion von den Schauspielerinnen Michaela May und Jutta Speidel ebenso wie von Prof. Dr.med. Bruno Meiser, Leiter des Transplantationszentrums München und Präsident der Eurotransplant International.

„Der Schichtl“, benannt nach seinem Gründer Michael August Schicht, ist seit 1869 fester Bestandteil der Wiesn. In kurzen Vorstellungen werden dort Zaubereien und Kuriositäten aufgeführt. Berühmt wurde der Schichtl durch die „Enthauptung einer lebenden Person mittels Guillotine“. Bis heute lassen sich dort die Besucher „enthaupten“. (ww/kas)


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