Pfarrverband Rottenbuch Osterlicht zum Mitnehmen

09.04.2020

Alleine wird Pfarrer Fegg heuer die Osternacht feiern. Die Pfarrgemeinde kann nur im Gedanken und Gebet dabei sein. Auf das Osterlicht muss deshalb aber niemand verzichten.

Osterkerze
Trotz Corona können sich die Gläubigen das Osterlicht holen. © julschae - pixabay.com

Rottenbuch – „Wenn uns Ostern eins sagen kann, dann vor allem dies: Kopf hoch! Jesus ist auferstanden, Jesus lebt“. Das ist die Osterbotschaft, die Pfarrer Josef Fegg vom Pfarrverband Rottenbuch den Menschen seiner vier Gemeinden Rottenbuch, Böbing,Wildsteig und Schönberg mitgibt. Kopf hoch! Trotz ausfallender gemeinsam gefeierter Gottesdienste, trotz verschobener Firmung und Erstkommunion, trotz vieler nicht stattfindender Osterbräuche, trotz zahlreicher weiterer Einschränkungen. 

Jeder kann dabei sein

„Wir haben nie aufgehört zu beten, nie haben wir aufgehört, die Messe zu feiern“, sagt Pfarrer Fegg. Und so wird er auch die Osternacht zelebrieren, wie üblich, die gesamte Osterliturgie halten, die Osterkerzen für die vier Kirchen seines Pfarrverbands weihen. Er wird vor dem Gottesdienst ein kleines Osterfeuer vor der Stiftskirche in Rottenbuch anzünden und das Osterlicht hineintragen in das Gotteshaus. Er wird auch in der Osternacht allein in der Kirche sein, ohne die Gläubigen. Aber jeder kann zuhause durch die sogenannten Hausgottesdienste mit dabei sein, in Gedanken, mit Gebeten und Gesängen.  

Festverwurzelter Brauch

Das Osterlicht, das die Gläubigen in der Osternacht üblicherweise mit ihren Kerzen mit nach Hause nehmen, ist ein festverwurzelter Brauch. Der Glaube ist das Osterlicht, der Ausgangspunkt des Lebens, symbolhaft für das Lichtwerden durch die Auferstehung Christi. Und Pfarrer Fegg gibt seiner Pfarrgemeinde auch an diesem schwierigen und ungewöhnlichen Osterfest die Möglichkeit, das Osterlicht mit nach Hause zu nehmen. Fegg wird nach der Weihe der Osterkerzen in jede der vier Kirchen jeweils eine weitere Kerze hinstellen, die er an der geweihten Kerze angezündet hat. In der Mitte vor dem Altar wird diese Kerze stehen. Darunter stellt der Pfarrer die üblichen kleinen Osterkerzen, die man erwerben kann, falls man keine eigene Kerze mitbringt. Jeder kann sich dann bei einem Osterspaziergang sein Osterlicht anzünden und mit nach Hause nehmen.  

„Kopf hoch! Wir überstehen auch diese Krise“, sagt Pfarrer Fegg. Und er freut sich, wenn alles vorbei ist, auf ein Wiedersehen mit seiner Gemeinde, dass man wieder gemeinsam Gottesdienste feiern darf. „Ostern ist uns nicht genommen“, erklärt Fegg. Die Möglichkeit, das Osterlicht zu sich nach Hause zu holen, hat der Pfarrer seiner Gemeinde gegeben und festigt dadurch seine Osterbotschaft: „Kopf hoch – Jesus ist auferstanden, Jesus lebt!“ (Regine Wahl-Geiger)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Corona - Pandemie Ostern

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