Jahr der Barmherzigkeit Papst empfiehlt, den Rosenkranz zu beten

10.10.2016

Viele können mit dem Rosenkranz-Gebet nichts mehr anfangen. Er steht für sie für eine Frömmigkeit, die weltfremd ist. Papst Franziskus hat während einer Gebetsvigil deutlich gemacht, dass das Gegenteil der Fall ist.

Papst Franziskus empfiehlt das Rosenkranz-Gebet.
Papst Franziskus empfiehlt das Rosenkranz-Gebet. © fotolia/shsphotography

 

Vatikanstadt – Papst Franziskus hat am Samstagabend mit Delegationen von Marienwallfahrtsorten aus der ganzen Welt eine Marienandacht auf dem Petersplatz gefeiert. Nach vatikanischen Angaben waren insgesamt 90 Abordnungen aus 38 Ländern - vom französischen Lourdes bis zum mexikanischen Guadalupe - zu der Gebetsvigil anlässlich des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit angereist.

In einer Meditation empfahl Papst Franziskus, so oft wie möglich den Rosenkranz zu beten. Er sei "in vieler Hinsicht die Zusammenfassung der Geschichte der Barmherzigkeit Gottes", sagte er vor mehreren tausend Gläubigen. Zugleich wies er die Behauptung zurück es handele sich hierbei um weltabgewandte Frömmigkeit. Dieses Gebet führe keineswegs von den Sorgen des Lebens weg. Vielmehr fordere es dazu auf, sich "in die Geschichte aller Tage hineinzubegeben, um die Zeichen der Gegenwart Christi" erkennen zu können.

„Es gibt kein Problem, das nicht durch das Gebet des Rosenkranzes gelöst werden kann“ (Sr. Lucia aus Fatima)

Der Oktober wird in der katholischen Kirche als Rosenkranz-Monat begangen. Der Rosenkranz ist eine jahrhundertealte Gebetsform in der katholischen Kirche. Sinnliches Hilfsmittel ist eine Perlenschnur mit einem Kreuz, deren Perlen in fünf Zehner-Reihen gruppiert sind. Jede der Perlen steht, wenn der Beter sie durch die Hand gleiten lässt, für ein "Gegrüßet seist Du, Maria" (Ave Maria).

Jede Zehner-Gruppe des Rosenkranzes wird von der folgenden durch eine größere Perle getrennt. Ist sie an der Reihe, wird das "Ehre sei dem Vater" und ein "Vater unser" gebetet. Durch das Wiederholen der Gebete und die Einfügung kurzer Betrachtungen über das Leben und Sterben Jesu bekommt das Rosenkranz-Beten einen meditativen Charakter. Die katholische Kirche unterscheidet bislang den freudenreichen, schmerzhaften, glorreichen und den lichtreichen Rosenkranz. (KNA)


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