Osterbotschaft Papst kritisiert "Rüstungswettlauf"

21.04.2019

Papst Franziskus forderte zu Ostern Hilfe für Notleidende, Migranten und Flüchtlinge.

Papst Franziskus spendet den Segen "Urbi et orbi" im Vatikan.
Papst Franziskus spendet den Segen "Urbi et orbi" im Vatikan. © kna

Vatikanstadt – Papst Franziskus hat zu Ostern Gleichgültigkeit angesichts des vielfältigen Leids auf der Welt verurteilt. Die Verantwortlichen der Nationen forderte er am Sonntag in seiner Osterbotschaft auf, "sich für die Beendigung des Rüstungswettlaufs und der besorgniserregenden Verbreitung der Waffen einzusetzen, vor allem in den wirtschaftlich fortgeschritteneren Ländern". Der Papst verkündete die Osterbotschaft gegen Mittag von der Mittelloggia des Petersdoms.

Das Kirchenoberhaupt forderte Hilfe für Notleidende, Migranten und Flüchtlinge: "Der Auferstandene, der die Pforten des Grabes weit aufgerissen hat, möge unsere Herzen für die Bedürfnisse der Notleidenden, der Wehrlosen, der Armen, der Arbeitslosen, der Ausgegrenzten sowie derer öffnen, die auf der Suche nach Brot, nach Zuflucht und nach Anerkennung ihrer Würde sind", sagte der Papst.

Traditioneller Segen "Urbi et orbi"

In seiner Osterbotschaft rief der Papst zu einem Ende der verschiedenen Konflikte weltweit auf. Er ging dabei unter anderem auf die Lage im Nahen Osten, Afrika, dem Südsudan, der Ukraine und Venezuela ein.

Zuvor hatte Franziskus mit tausenden Gläubigen aus aller Welt auf dem Petersplatz die Ostersonntagsmesse gefeiert. Im Anschluss an die Osterbotschaft erteilte der Papst von der Mittelloggia des Petersdoms den traditionellen Segen "Urbi et orbi", "Der Stadt und dem Erdkreis". (kna)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Ostern

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