Landtagswahl in Bayern Parteien zum Pflegenotstand

07.10.2018

Vor der Wahl am 14. Oktober haben wir die sieben umfragestärksten Parteien befragt, die für den bayerischen Landtag kandidieren. Diesmal geht es um das Thema Pflegenotstand.

Die Zukunft der Pflege ist ein wichtiges Thema im Wahlkampf.
Die Zukunft der Pflege ist ein wichtiges Thema im Wahlkampf. © Kzenon - stock.adobe.com

CSU:

Pflegekräfte brauchen hochwertige Ausbildungen, attraktive Arbeitsbedingungen, einheitliche Tarifbindung und entsprechende Wertschätzung. Das CSU-Pflege-Paket fördert zusätzlich 1.000 stationäre und 500 Kurzzeitpflegeplätze. Aufgaben bündeln wir im Landesamt für Pflege. Pflegebedürftige erhalten jährlich 1.000 Euro Landespflegegeld.

SPD:

Wir wollen den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern per Volksentscheid stoppen. Nötig sind eine kostenfreie Pflegeausbildung, bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung per verbindlichem Tarifvertrag.

Bündnis 90/Die Grünen:

Für uns ist Menschlichkeit der Dreh- und Angelpunkt für gute Pflege. Deswegen stärken wir ambulante Pflegedienste, fordern Qualitätskontrollen und bauen kommunale Pflegeberatungsstellen auf. Wir wollen Pflege in Bayern zukunftssicher machen – durch bessere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung.

Freie Wähler:

Um dem Pflegenotstand zu entgegnen, fordern wir ganz konkret eine generalistische Pflegeausbildung um den Pflegeberuf in Zukunft attraktiver zu machen, einen verbindlichen Personalschlüssel, eine angemessene Bezahlung von Pflegekräften und eine bessere Unterstützung pflegender Angehöriger.

FDP:

Ob in der Ausbildung oder im Berufsleben: Faire Bezahlung und ein angemessener Personalschlüssel sind der richtige Weg, um Pflegeberufe zu stärken. Denn nur motivierte und nicht überlastete Pflegekräfte können auch eine gute Pflegearbeit leisten. Dazu benötigen wir dringend mehr Ausbildungsplätze für Pflegekräfte und Pflegehelfer, um die jetzt schon freien Plätze zu besetzen.

Die Linke:

Der ruinöse Wettbewerb unter Kliniken auf dem Rücken der Beschäftigten und der Patientinnen und Patienten muss gestoppt werden. Wir sehen einen Mehrbedarf von 15.000 zusätzlichen Stellen für die Pflege in Bayern. Der Freistaat Bayern soll daher eine verbindliche Personalbemessung in das Bayerische Krankenhausgesetz aufnehmen und auf einen höheren Stellenschlüssel in der Altenpflege hinwirken.

AfD:

Die AfD Bayern setzt sich für eine menschenwürdige Pflege in stationären Einrichtungen ein. Wir wollen die Qualität der Pflegeausbildung erhöhen sowie Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal mit aufwandsgerechten Personalschlüsseln, Aufstiegsmöglichkeiten und Vergütungen attraktiver gestalten.

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Bayern wählt

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