Landtagswahl in Bayern Parteien zur Altersarmut

03.10.2018

Vor der Wahl am 14. Oktober haben wir die sieben umfragestärksten Parteien befragt, die für den bayerischen Landtag kandidieren. Diesmal geht es um das Thema Altersarmut.

Altersarmut - wenn die Rente zum Leben nicht reicht
Altersarmut - wenn die Rente zum Leben nicht reicht © bilderstoeckchen - stock.adobe.com

CSU

Die beste Versicherung gegen Altersarmut ist eine durchgehende Erwerbstätigkeit. Vielerorts in Bayern herrscht Vollbeschäftigung. Diesen Weg setzen wir fort. Die CSU hat sich als einzige Partei für die Mütterrente eingesetzt. Wir haben Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente durchgesetzt und führen eine Grundrente ein.

SPD

Rente darf nicht Armut bedeuten. Daher müssen alle in die Rentenversicherung einzahlen, auch Selbstständige und Beamte. Altersarmut ist in Deutschland weiblich. Daher verbessern wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, mit kostenfreien Kitas sowie guten Ganztagsschulen.

Bündnis 90/Die Grünen

Wir machen uns für eine Garantierente stark, die Altersarmut verhindert. Davon sollen alle profitieren, die Angehörige gepflegt haben oder lange erwerbstätig waren. Zudem wollen wir bayernweit leistungsfähige Beratungsstrukturen aufbauen, die vor Ort helfen können und auch präventiv tätig sind.

Freie Wähler

Trotz guter Wirtschaftslage rutschen mehr und mehr Menschen in die Altersarmut. Neben Soforthilfen für vulnerable Gruppen, Mütter ohne eigene jahrelange Beschäftigung oder Landwirte/-innen muss Bayern seinen Einfluss in Berlin geltend machen, um die gesetzliche Rente zu stärken und Armut zu verhindern.

FDP

Wichtig ist, dass ab Berufseintritt privat vorgesorgt wird. Die Beiträge sind für Berufseinsteiger niedrig und können so eher geleistet werden als in späteren Jahren. Wir halten es für richtig, die Einkünfte aus privater und betrieblicher Altersvorsorge nur teilweise auf die Grundsicherung anzurechnen. Auch über die vorgesehenen Begrenzungen soll Vorsorge nur prozentual die Leistungen aus der Grundsicherung mindern.

Die Linke

Die Löhne müssen für ein gutes Leben und für eine Rente reichen, die den Lebensstandard im Alter sichert. Es braucht einen Mindestlohn, der vor Altersarmut schützt. Wir wollen mit einem Landesmindestlohngesetz dafür sorgen, dass in landeseigenen Unternehmen und Gesellschaften sowie bei Unternehmen, die sich um Aufträge und Wirtschaftsförderung durch das Land Bayern bewerben, ein Mindestlohn von zwölf Euro gezahlt wird.

AfD

Wir setzen uns für eine „BayernRente“ ein. Sie stockt die gesetzliche Rente für Alleinstehende auf 1.300 Euro pro Monat auf und für Ruheständlerpaare auf 1.700 Euro pro Monat. Die Berechtigten müssen in Bayern ihren Hauptwohnsitz haben und mindestens 20 Jahre lang dort steuerpflichtig gewesen sein.

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