Wechsel in der Leitung des Exerzitienhauses Pater Graupner gab Fürstenried Profil

24.09.2013

Seinem Engament ist die Strahlkraft eines der führenden Exerzitienhäuser über die Grenzen des Erzbistums München und Freising hinaus zu verdanken. Nun scheidet Herbert Graupner aus der Leitung aus. Der Jesuitenpater sorgte über viele Jahre für hochkarätige Veranstaltungen in Schloss Fürstenried.

Pater Peter Graupner (rechts) im Gespräch mit seinem Nachfolger Pater Christoph Kentrup (Bild: Knappe)

München - „Besinnung, Heilige Schrift, Exerzitien, so heißt der Dreiklang Ihrer geistlichen Arbeit. Auf diese Weise ist es Ihnen in den vergangenen zehn Jahren gelungen, das Exerzitienhaus Fürstenried als Ort der geistlichen Erfahrung und der vielfältigen Begegnung zu profilieren. Es kommen Gruppen nicht nur aus der Diözese, sondern aus allen Regionen Deutschlands. Heute gibt es mehr Angebote und mehr Teilnehmende als vor 2003.“ Mit diesen Worten würdigte Generalvikar Peter Beer in der Vesper am Tag der Offenen Tür die Tätigkeit von Jesuitenpater Herbert Graupner, der als Leiter des Exerzitienhauses Schloss Fürstenried zum 1. Oktober ausscheidet.

Beer betonte zudem: „Dass diese Einrichtung zu einem offenen Haus wird, dazu haben Sie viel beigetragen.“ Als Geschenk des Erzbischofs Reinhard Marx überreichte er Pater Graupner die Otto-Medaille. Wie die Münchner Kirchenzeitung berichtete, dankte der Generalvikar auch den Ordensschwestern (vom Göttlichen Erlöser), die mit großem Engagement die geistliche Atmosphäre im Haus prägen und die auch der Vesper mit ihrer musikalischen Gestaltung eine besondere Note gaben.

Nachfolger von Pater Graupner wird sein Mitbruder Christoph Kentrup, der zuletzt (von 2007 bis Juli 2013) als Spiritual im Priesterseminar Germanicum et Hungaricum in Rom tätig war.

Graupner selbst ergriff nach der Würdigung das Wort und erklärte den rund 80 Besuchern der Vesper – darunter viele, die aktiv die Arbeit im Exerzitienhaus begleitet haben: „Exerzitienhäuser wie dieses wurden in den 1920er Jahren in allen Diözesen gebaut. Es war damals eine Zeit der Orientierung. Kardinal Lehmann hat einmal gesagt: ,Der Glaube verdunstet.’ Da hat uns der neue Papst den Weg gewiesen, mit dem Namen Franziskus. Franziskus wie auch Ignatius haben sich beide sehr auf die Heilige Schrift bezogen. So wünsche ich, dass hierher viele Leute kommen, die den Glauben exerzieren und weitergeben. Meinem Nachfolger lege ich ans Herz, er möge Referenten aus ganz Deutschland holen, damit das Haus geistlich ausstrahlt.“ (Eva-Maria Knappe)


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