Pater Nikodemus ist Prior-Administrator

29.08.2016

Nach dem Rücktritt von Abt Gregory leitet Pater Nikodemus Schnabel als Prior-Administrator nun die deutschsprachige Dormitio-Abtei in Jerusalem. Welche Aufgaben für den 37-Jährigen damit verbunden sind, lesen Sie hier.

Pater Nikodemus Schnabel
Pater Nikodemus Schnabel (Bild: Dormitio-Abtei)

Jerusalem – Pater Nikodemus Schnabel ist ab sofort Prior-Administrator der Dormitio-Abtei in Jerusalem. Im Rahmen seiner Visitation dort hat ihn Abt Ansgar Schmidt, Abtpräses der zuständigen Benediktinerkongregation von der Verkündigung, dazu ernannt. Pater Nikodemus war bislang unter anderem Subprior und Pressesprecher der Gemeinschaft. Als Prior-Administrator hat er nun für 18 Monate dieselben Rechte und Pflichten wie ein Abt, nicht jedoch die Pontifikalrechte, da er keine Abtsweihe empfängt, so die Abtei auf ihrer Internetseite.

 

Diese Personalentscheidung bilde zugleich den Abschluss einer bewegten Zeit für die deutschsprachige Benediktinergemeinschaft im Heiligen Land, zu der neben der Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg auch das abhängige Priorat Tabgha am See Gennesaret gehört, welches im Sommer 2015 Angriffsziel eines verheerenden Brandanschlags geworden sei.

 

Rücktritt des Abts

Im November 2015 hatte der damalige Abt der Dormitio, Gregory Collins OSB (56), zunächst eine Sabbatzeit genommen und dann schließlich Ende Juni diesen Jahres seinen Rücktritt erklärt. Im Rahmen einer dadurch notwendig gewordenen Visitation hätte die Leitungsfrage nun geklärt werden können.

 

Nach Ablauf der 18 Monate, also im Frühjahr 2018, werde die Mönchsgemeinschaft zu einer Abtswahl zusammenkommen. Die Monate bis dahin dienten der Konsolidierung der Gemeinschaft im Inneren aber auch im Äußeren, vor allem was den vor einigen Wochen begonnenen Wiederaufbau von Tabgha betrifft. Dank vieler jüngerer Brüder und einer gesunden Altersstruktur der Gemeinschaft hätten die derzeit 16 Heilig-Land-Mönche der Dormitio und von Tabgha "allen Grund hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen", heißt es in der Mitteilung. (ksc/pm)

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