Malteser Momente Patientenbegleitdienst im Klinik-Dschungel

14.11.2019

Viele Schilder und lange Gänge in der Münchner Augenklinik: wer da den Überblick behalten muss, wendet sich am besten an den Malteser Patientenbegleitdienst.

v.l.: Renate Scholz und Marina Sagawe in der Münchner Augenklinik © SMB/Hasel

Montagfrüh, 08.00 Uhr: Patientenbegleitdienst-Leiterin Marina Sagawe steht mit ihrer Kollegin Renate Scholz im Erdgeschoss der Münchner Augenklinik vor dem Warteraum und kümmert sich um die Patienten, die an diesem Morgen kommen. Die beiden Malteser Schwestern wissen genau, was sie zu tun haben. Sie verteilen Aufnahmeformulare an die Patienten oder helfen ihnen, eine Wartenummer zu ziehen. Schlimmstenfalls geht es direkt in die Notfallambulanz. Dort ist Sanela Bajraktarevic die stellvertretende Leiterin. Sie erzählt, dass der Klinikalltag ohne die Malteser gar nicht zu stemmen wäre. "Die sind alle sehr freundlich", bestätigt auch eine Patientin, die seit Jahren regelmäßig zur Kontrolluntersuchung kommt, weil sie auf einem Auge fast erblindet ist.

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v.l.: Malteser Schwestern Renate Scholz und Christine Lessmann zu Gast im MKR Studio © SMB/Hasel

Christine Lessmann, die den Dienst 20 Jahre ausgeübt hat, blickt nicht ohne Stolz auf ihre ehrenamtliche Tätigkeit zurück. Bis zu 200 Patienten habe sie an einem einzigen Vormittag geholfen, sich in der Augenklinik zurechtzufinden. Das erfordere eine gewisse Fitness, berichtet die rüstige Seniorin.

Auch Renate Scholz ist Feuer und Flamme für den Patientenbegleitdienst. Auch wenn sie dafür früh aufstehen müsse und natürlich nicht alle Patienten nett seien, bekomme sie doch regelmäßig viel zurück. Angefangen von einem Dankeschön bis hin zu kleinen Geschenken wie Süßigkeiten. Die Malteser Schwester kann deshalb auch nicht verstehen, wieso sich zurzeit niemand findet, der beim Patientenbegleitdienst neu mitmachen möchte. Bislang sei es nicht gelungen, die Damen, die aus dem Dienst ausscheiden, zu ersetzen. Deswegen stehe sie immer öfter auch einmal alleine vor dem Warteraum. Die Hoffnung auf Nachwuchs hat sie aber noch nicht aufgegeben. Das wäre für alle Beteiligten eine Katastrophe, meint auch Sanela Bajraktarevic. Die Augenklinik sei ohne die Malteser Schwestern nicht denkbar.

Der Autor
Paul Hasel
Radio-Redaktion
p.hasel@st-michaelsbund.de


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