72-Stunden-Aktion Peitinger Minis bauen mobilen Verkaufsstand

27.05.2019

Auch die Peitinger Ministranten von St. Michael haben sich an der 72-Stunden-Aktion beteiligt. Das Besondere: Bei ihrer Aufgabe handelt es sich um ein sogenanntes „Get-It“-Projekt.

Die Peitinger Ministranten mit ihrem mobilen Verkaufsstand.
Die Peitinger Ministranten mit ihrem mobilen Verkaufsstand. © Tatjana Hämmerle

Peiting – Weiß, Rosa und Hellblau – worüber die Peitinger Ministranten von St. Michael (Dekanat Rottenbuch) anfangs noch scherzten, setzten sie vergangenen Samstag in die Tat um. „Eigentlich waren wir uns bei den Farben doch recht schnell einig“, erzählt Ministrantin Anna. Bei der 72-Stunden-Aktion des Bundes Deutscher Katholischer Jugend (BDKJ) bekamen die 19 Mädchen und Buben die Aufgabe, für das Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Peiting einen mobilen Verkaufsstand zu bauen. Das Besondere: Bei ihrer Aufgabe handelt es sich um ein sogenanntes „Get-It“-Projekt. Das heißt, die Gruppe bekommt eine Aufgabe gestellt, die sie vorher nicht kennt.

Mit Akkuschrauber und Stichsäge

Wirklich verkaufen wollen wir an dem Stand nichts“, erklärt Sozialdienstleiterin Bettina Rowly, „aber mit ihm können die Pfleger beispielsweise Erdbeeren oder Eis an die Bewohner verteilen, die ihr Bett nicht verlassen können. Wir haben auch ganz viele Feste, bei denen der Stand zum Einsatz kommen wird.“

Mit Akkuschrauber und Stichsäge machen sich die Ministranten am Freitag in der Frühe ans Werk. Der Eingangsbereich des Seniorenheims verwandelt sich kurzerhand in eine Werkstatt. Erstaunt und interessiert gehen Bewohner vorbei und lassen sich von den Minis das Projekt erklären. Ob der Lärm hier unten stört? „Nein, ganz im Gegenteil“, meint eine Bewohnerin, „ist doch toll, wenn hier was los ist!“ Während ein Team das Grundgerüst des Wagens aus Kanthölzern und Brettern zusammenschraubt, bastelt ein weiteres schon einmal an der Dekoration des Wagens: „Wir haben verschiedene Girlanden gestaltet, zum Beispiel eine ganz bunte für Fasching oder auch eine rote für Weihnachten“, erklärt Regina.

Singen für Bewohnerin

Am Samstag, nach weniger als 48 Stunden, sind die Mädchen und Buben schon mit dem Bauen fertig und ziemlich stolz auf das Ergebnis: „Ich hätte nicht gedacht, dass das am Ende so gut ausschaut“, stellt Stefan fest, „und wenn der Wagen fertig dekoriert ist, sieht er ja nochmal besser aus.“ Der mobile Verkaufsstand ist bereit für eine Testfahrt: Die Gruppe schiebt ihn zum Fahrstuhl – und nur um Haaresbreite passt das 1,96 Meter hohe Gefährt auf Rollen hinein. Angekommen im Aufenthaltsraum im ersten Stock bewundern viele den hübschen Verkaufsstand. Und spontan erfüllen die Jugendlichen noch den Wunsch einer Bewohnerin und singen „Alle Vöglein sind schon da“.

Sommerfest im Seniorenheim

Spontan musste die Gruppe auch bei der Arbeit sein: „Dadurch, dass die Gruppe so groß ist, konnten nie alle an dem Stand arbeiten. Ein paar haben zum Beispiel den Garten des Seniorenheims verschönert. Über die Art der Unterstützung haben sich die Mitarbeiter hier auch sehr gefreut“, erzählt Tatjana Hämmerle, Pastoralreferentin in Peiting und Betreuerin der Gruppe.

Offiziell übergeben wird der weiß-blau-rosa Stand beim Sommerfest des Seniorenheims am 29. Juni. „Er ist richtig toll geworden. Viele unserer 124 Bewohner, gerade die mit Demenz, erinnern sich von früher an solche Verkaufsstände“, erklärt Bettina Rowly, „bei unserem Sommerfest sehen ihn auch wirklich alle und die Ministranten kommen hoffentlich, um dann feierlich mit uns das rote Band durchzuschneiden.“

Für den Sommer ist der Bau eines Hühnerstalls geplant – die 72-Stunden-Aktion wird in der Zusammenarbeit zwischen Pfarrei und Seniorenheim also weiteres bewegen.


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