Wissenswert Pfingsten und der Heilige Geist

02.06.2017

An Pfingsten öffnen sich verschlossene Türen, Angst weicht Zuversicht. All das geschieht durch das Wirken des Heiligen Geistes. Im Video erfahren Sie drei Dinge, die Sie vielleicht noch nicht über ihn wussten.

An Pfingsten gedenken wir der Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Jüngerinnen und Jünger Jesu.
An Pfingsten gedenken wir der Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Jüngerinnen und Jünger Jesu. © Fotolia.com

Verschlossene Türen öffnen sich, Angst weicht der Zuversicht, Erstarrtes wird lebendig: Das alles geschieht durch das Wirken des Heiligen Geistes. Fünfzig Tage nach Ostern feiern wir Pfingsten und gedenken der Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Jüngerinnen und Jünger Jesu, die sich hinter verschlossene Türen zurückgezogen hatten, aus Angst und Verzweiflung. Damit beginnt der Weg der Frohen Botschaft hinaus in alle Welt. Plötzlich trauen sie sich heraus, die Jüngerinnen und Jünger Jesu. Scheu und Angst fallen von ihnen ab. Sie sind beflügelt und ermutigt. Sie geben Zeugnis von Jesu Tod und Auferstehung, vom Kommen des Geistes Gottes in die Welt überall da, wo sie hinkommen. „Gottes Geist macht lebendig“ – das leben und verkünden sie.

Menschen werden verwandelt

Gottes Geist begegnet an vielen Stellen in der Bibel. Am Beginn der Schöpfung ist die Rede vom Geist Gottes, der über den Wassern schwebt. Durch den Geist Gottes, seinen Lebensatem, wird alles lebendig. Gottes Geist verwandelt Menschen, nimmt alles Erstarrte von ihnen. Durch Gottes Geist kann Frieden werden und Gemeinschaft wachsen. Gottes Geist – das Wort für Geist ist auf Hebräisch weiblich – ermutigt, bringt Talente zur Entfaltung und bestärkt das Handeln.

Ermutigung, besondere Menschen zu sein

Im Großen Glaubensbekenntnis sprechen wir vom Heiligen Geist, der lebendig macht. Das ist Angebot und Einladung an uns: Gottes Geist will uns lebendig machen. Wir dürfen durch ihn unseren eigenen Möglichkeiten trauen. Wir werden ermutigt, ganz besondere Menschen zu sein, die sich etwas zutrauen, weil Gott uns Menschen viel zutraut. Als Frauen und Männer sind wir seine Ebenbilder, von ihm angenommen in der Taufe. Immer wieder werden wir gestärkt durch seinen Geist, ganz besonders an Pfingsten.

Freude über Gottes Geist

In einem der bekanntesten Pfingstlieder heißt es: „Komm, Tröster, der die Herzen lenkt, du Beistand, den der Vater schenkt; aus dir strömt Leben, Licht und Glut, du gibst uns Schwachen Kraft und Mut.“ Freuen wir uns auf Gottes Geist, der uns begleitet und lebendig macht, der uns ermutigt und bestärkt. (Edith Heindl)

Die Autorin ist Pastoralreferentin im PV Bad Endorf und im PV Westliches Chiemseeufer.

Video


Das könnte Sie auch interessieren

Christliches Fest Pfingsten und der Heilige Geist

Der Heilige Geist wird im Christentum oft als Taube dargestellt, aber auch als Frau. In der Bibel taucht er bereits im Alten Testament auf, insgesamt wird er 100 Mal in der Bibel genannt.

09.06.2019

© Zimmerhackl

Pfingsten Das Pfingstwunder im Selbstversuch

Laut Apostelgeschichte, kam der Heilige Geist auf die Jünger Jesu herab und sie konnten plötzlich in mehreren Sprachen sprechen. In Vorbereitung auf das Pfingstfest wagt Autorin Franziska Zimmerhackl...

09.06.2019

Am Pfingstsonntag regnet es Rosenblätter in der Kirche St. Martin in Landshut. (Archivbild 2018)
© Kiderle

Fragen und Antworten rund um Pfingsten Geburtstag der Kirche mit Taube, Feuerzunge und Heiligem Geist

"Da wurde Jesus gekreuzigt", "Maria ging in den Himmel", "Irgendwas mit Palmzweigen..." - Umfragen belegen regelmäßig, dass ein Großteil der Deutschen nur wenig weiß über die Hintergründe von...

07.06.2019

Fassade der Dreifaltigkeitskirche
© imago/imagebroker

300 Jahre Weihe Dreifaltigkeitskirche Münchens erste Bürgerinitiative

Die Dreifaltigkeitskirche im Herzen von München ist ein wahres Schmuckstück. Sie entstand vor 300 Jahren aufgrund einer Vision.

28.05.2018

Jetzt neu für Rosenheim: Der mk-online Newsletter

Wir informieren Sie über Aktuelles, Gottesdienste, besondere Veranstaltungen und Neues aus Religion und Gesellschaft.
Jetzt abonnieren