Interview mit Alois Glück Plädoyer für "angstfreie Kommunikation"

08.11.2013

In wenigen Tagen tritt Alois Glück wieder für das Amt des Präsidenten des ZdK an. Im Gespräch mit der Münchner Kirchenzeitung plädierte der 73-Jährige für mehr angstfreie Kommunikation in der Kirche.

Alois Glück (Bild: ZdK)

Bonn - Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) hat die Laien in der katholischen Kirche aufgefordert, "nicht nur als Kritiker" aufzutreten, sondern auch Verantwortung zu übernehmen. Im Umkehrschluss müsste es aber auch "entsprechende Mitwirkungsmöglichkeiten" geben. Alois Glück tritt in wenigen Tagen – als einziger Kandidat – wieder für das Amt des Präsidenten des ZdK an. Im Gespräch mit der Münchner Kirchenzeitung plädierte der 73-Jährige für mehr "angstfreie Kommunikation" in der Kirche. Dieser bereite auch Papst Franziskus den Weg. In Deutschland sei die Entwicklung ohnehin schon positiv, so Glück: "Dankbar dürfen wir feststellen, dass in den letzten Jahren gerade auch mit dem Dialogprozess sich vieles zum Besseren gewandelt hat." Durch die Art des neuen Papstes sei zudem eine neue Qualität eingezogen, "bislang tabuisierte und verdrängte Themen anzusprechen." Glück sagte weiter: "Der Weg der Kirche durch die Zeit war immer auch ein Weg der Veränderungen. Wir müssen gleichzeitig freilich alles tun, um mit einer guten Gesprächskultur die Einheit zu wahren".

Mit Blick auf die Arbeit der Ehrenamtlichen sagte der soeben mit der Pater-Rupert-Mayer-Medaille der Caritas ausgezeichnete ZdK-Präsident: "Wir engagieren uns nicht für den Ist-Zustand der Kirche, sondern für die Zukunft des Glaubens." Der Kirche wünsche er dabei, dass "die Veränderung zu einer hörenden und dienenden Kirche möglichst gut gelingt".

Das komplette Interview – auch zur Frage über den Umgang mit der Schwangerenkonfliktberatung – lesen Sie in Ausgabe 45 der Münchner Kirchenzeitung.

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