Katholische Universität Eichstätt Präsident Richard Schenk kündigt Rücktritt an

25.02.2014

Die Nachricht kommt überraschend: Richard Schenk will als Präsident der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zurücktreten. Der US-Dominikaner macht gesundheitliche Gründe dafür verantwortlich. Der 62-Jährige steht seit 2011 an der Spitze der Hochschule.

KU-Präsident Richard Schenk (Bild: Sankt Michaelsbund)

Eichstätt - Richard Schenk (62), Präsident der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU), hat überraschend seinen Rücktritt angekündigt. In einem Schreiben an alle Universitätsmitglieder machte der US-Dominikaner am Montag gesundheitliche Gründe geltend. Daher werde er in der Mitte seiner fünfjährigen Amtszeit zurücktreten, den genauen Termin werde er noch bekanntgeben. Schenk amtiert seit Oktober 2011.

Mit „Respekt und Bedauern“ nahm der Erzbischof von München und Freising und Vorsitzende der Freisinger Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, den angekündigten Rücktritt auf. "Wir haben gut zusammengearbeitet", sagte Marx den Münchner Kirchennachrichten. Er danke Schenk für dessen "großes Engagement", so der Kardinal, der auch Magnus Cancellarius und Vorsitzender des KU-Stiftungsrats ist.

Neuer Entwicklungsplan

Erst Ende Januar hatten die bayerischen Bistümer als Träger der KU dem unter Schenk ausgearbeiteten neuen Entwicklungsplan für die Hochschule zugestimmt. Schenk sprach damals von einer "guten und wichtigen Etappe in der Entwicklung der Universität". Die Verwirklichung der darin aufgeführten Ziele erfordere jedoch einen Einsatz, den er gesundheitlich nicht mehr aufbringen könne, teilte er nun in seinem Brief mit. "Dies bedauere ich sehr. Auf die Ergebnisse bin ich gespannt und wünsche allen, die sich für die Entwicklung unserer Universität einsetzen, weiterhin gute Ideen, beherztes Herangehen und die nötige Unterstützung."

Schenk stammt aus der Nähe von Los Angeles, promovierte beim inzwischen verstorbenen Münchner Dogmatiker Kardinal Leo Scheffczyk und lehrte vor seiner Wahl zum Präsidenten im kalifornischen Berkeley an einer von mehreren Konfessionen getragenen theologischen Gesamthochschule. Er ist ein Spezialist für Ökumene und den interreligiösen Dialog. Von 1991 an war der Dominikaner Direktor des Forschungsinstituts für Philosophie in Hannover, das vom Bistum Hildesheim getragen wird. Schenk ist seither auch Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste.

Die Katholische Universität wird von den sieben bayerischen Bistümern getragen, die auch mehr als 20 Prozent der Kosten finanzieren. An den acht Fakultäten in Eichstätt und Ingolstadt studieren mehr als 4.500 junge Menschen. Die Hochschule ist die einzige katholische Universität im deutschen Sprachraum. Vorsitzender des Stiftungsrats ist der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx. (kna/ksc/alb)

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