Nach zweijährigem Noviziat Professfeier der Barmherzigen Schwestern

23.11.2020

Obwohl sie alles hatte, fehlte etwas in ihrem Leben: Ihre Berufung hat Schwester Josefa Maria Grießhaber bei den Barmherzigen Schwestern gefunden. Jetzt hat sie ihr Gelübde abgelegt.

Schwester Josefa Maria mit Noviziatsleiterin Schwester Katharina und Generaloberin Schwester Rosa Maria Dick
Schwester Josefa Maria mit Noviziatsleiterin Schwester Katharina und Generaloberin Schwester Rosa Maria Dick (von links). © Dausch

München/Berg am Laim – Nach zweijährigem Noviziat hat Schwester Josefa Maria Grießhaber in der Pfarrkirche St. Michael in Berg am Laim ihre ersten zeitlichen Gelübde abgelegt. Die Mutterhauskirche der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul war für die Professfeier in Corona-Zeiten einfach zu klein. Zelebrant des Gottesdienstes war Pater Norbert Brieskorn SJ, der Spiritual der Barmherzigen Schwestern. Die Predigt hielt Landescaritasdirektor Prälat Bernhard Piendl.

Suche nach dem "Mehr" im Leben

Die jüngste Schwester der Kongregation gab nach der Gelübdeablegung Zeugnis von ihrem Berufungsweg: „Ich hatte alles, Gesundheit, einen guten Beruf, tolle Familie und Freunde, und obwohl ich ja eigentlich alles hatte, fehlte mir etwas im Leben“, erzählt Schwester Josefa Maria. Da begann für die junge Frau ihr Berufungsweg und ein Suchen nach dem „Mehr“ im Leben. Auf diesem Weg traf sie auf die Barmherzigen Schwestern, wo sie eine Heimat für ihre Berufung fand.

„Ich möchte für Menschen in ihrer Not da sein und ich möchte Gottes Liebe und Barmherzigkeit weitertragen“, so beschreibt Schwester Josefa Maria ihre eigene und die Spiritualität der Barmherzigen Schwestern in einem Satz. „Ich weiß mich gesegnet in der Gemeinschaft mit meinen Mitschwestern“, sagt Schwester Josefa Maria. Geholfen habe ihr auf ihrem Weg auch, dass ihre Familie und ihre Freunde sie von Anfang an begleitet und unterstützt hätten. „Und ich freue mich, den Weg weitergehen zu dürfen.“

Vielseitige Ordensausbildung

Schwester Josefa Maria verbrachte die Zeit ihrer Ordensausbildung im „Haus Mechtild“ unweit des Sendlinger-Tor-Platzes, um die vielfältigen Aufgaben der Barmherzigen Schwestern und auch weitere ordenseigene Häuser kennen zu lernen. Intensiv wurde sie dort von Noviziatsleiterin Schwester Katharina Blümhuber begleitet. Außerdem nahm sie zusammen mit Novizinnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum regelmäßig an den Noviziatsschulungen der Föderation Vinzentinischer Gemeinschaften und an der Süddeutschen Noviziatsschulung verschiedener Gemeinschaften teil. (Wolfgang Dausch)


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