Brandschutz Rauchmelder bereiten Sternsingern Probleme

06.01.2018

Weihrauch, der einen Feueralarm auslöst oder Kreide, die nicht an den Türen hält: Die Sternsinger in Bayern müssen sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen. Doch die kleinen Könige haben für alles eine Lösung.

Durch den Weihrauch der Sternsinger kann der Rauchmelder aktiviert werden.
Durch den Weihrauch der Sternsinger kann der Rauchmelder aktiviert werden. © fotolia/AA+W

München – Bayerns Sternsinger stehen in diesen Tagen vor technischen Herausforderungen. Ihr Problem sind unter anderem die seit Ende 2017 in allen bayerischen Wohnungen und Häusern verpflichtend eingebauten Rauchmelder. Diese könnten losgehen, wenn die kleinen Könige kräftig das Weihrauchfass schwenkten, sagte Claudia Hoffmann vom Erzbischöflichen Jugendamt am Freitag in München auf Nachfrage. Sie rät deshalb allen Sternsingergruppen, sich nicht direkt darunter zu stellen. Sollte der Alarm dennoch ausgelöst werden, wissen sich tatkräftige Sternsinger zu helfen, wie Hoffmann berichtete. Wenn die Gastgeber es erlaubten, drücke nämlich der Sternträger einfach seinen auf einem Stab montierten Stern auf den Knopf des an der Decke angebrachten Rauchmelders, um dem Fehlalarm ein Ende zu bereiten.

Aufkleber statt Kreide

Ein weiteres Problem beim traditionellen Überbringen der guten Wünsche für das neue Jahr seien aber auch die modernen Türen, so die Sprecherin des Jugendamts. Mit der üblichen Kreide ließen sich dort nicht mehr die Jahreszahl sowie der Segen "C + M + B" (lateinisch: Christus mansionem benedicat; übersetzt: Christus segne dieses Haus) anschreiben. Deswegen gebe es mittlerweile entsprechende Aufkleber. Diese würden inzwischen stark nachgefragt, berichtete Hoffmann. Bundesweit sind bei der Sternsinger-Aktion in diesen Tagen mehr als 300.000 Kinder und Jugendliche unterwegs. (KNA)

Wissenswert

Getragen wird die weltweit größte Solidaritätsinitiative von Kindern für Kinder vom Missionswerk "Die Sternsinger" und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend. Die kleinen Könige segnen Menschen und Häuser und sammeln Geld für notleidende Kinder. Das Motto der diesjährigen Aktion lautet "Gemeinsam gegen Kinderarbeit - in Indien und weltweit!". Damit wird der Blick auf etwa 168 Millionen arbeitende Kinder weltweit gerichtet, die wegen ihrer Armut durch ihre Arbeit, meist unter ausbeuterischen Bedingungen, einen Beitrag zum Familienunterhalt leisten müssten. Am Beispiel Indien, wo Kinderarbeit noch immer weit verbreitet sei, werden Folgen und Gefahren für die Entwicklung und Gesundheit der Kinder aufgezeigt. Beim Dreikönigssingen 2017 wurden laut Kindermissionswerk bundesweit wurden rund 46,8 Millionen Euro gesammelt - 550.000 Euro mehr als 2016. Bayernweit kamen 12,89 Millionen Euro für wohltätige Zwecke zusammen, über 60.000 Euro mehr als im Vorjahr. (KNA)


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