Zum 50. Todestag Rebell in Lederhose

06.06.2017

Er trat gern auf der ganzen Welt in der Lederhose auf, aber als Heimatschriftsteller wollte er auf keinen Fall gesehen werden. Heute gilt Oskar Maria Graf als der bekannteste bayerische Schriftsteller. Das Literaturhaus München widmet ihm zum 50 Todestag eine Ausstellung. Sie zeigt den Schriftsteller vor allem in den Jahren seines Exils.

Oskar Maria Graf, der bayerische Oskar - er steht fast wie ein Unikat unter den bayerischen Schriftstellern für eine rebellische, eine linke Haltung. Das trieb ihn unter der nationalsozialistischen Herrschaft früh ins Exil. Mit dieser Zeit beschäftigt sich die neue Graf- Ausstellung im Literaturhaus München. Zuerst ging Graf mit seiner jüdischen Lebensgefährtin Miriam Sachs nach Wien, dann nach Brünn und 1938 können die beiden nach Amerika ausreisen. Dort arbeitet er an seinem wichtigsten Buch, dem Roman „Das Leben meiner Mutter“. Die Heimat hat er immer vor Augen bei der Arbeit – in Form von Bildern. Welche das sind, berichten die Kuratorinnen Karolina Kühn und Laura Mokrohs im Interview und erzählen, warum der bayersiche Dichter sich in New York immer wohlfühlte und warum bei seinem ersten Besuch in München 1958 nicht alles eitel Freude war.

Die Ausstellung "Rebell, Weltbürger, Erzähler" im Literaturhaus München mit Begleitprogramm

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Oskar Maria Graf in einer neuen Ausstellung

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Die Autorin
Gabriele Hafner
Radio-Redaktion
g.hafner@st-michaelsbund.de


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