Kardinal Reinhard Marx in Ecuador Reise im Zeichen der Enzyklika "Laudato si"

08.09.2017

Die Ecuador-Reise von Kardinal Reinhard Marx ist am Freitag zu Ende gegangen. Der Münchner Erzbischof informierte sich über die Ausbeutung der Bodenschätze in Lateinamerika und deren Folgen für Bevölkerung und Umwelt.

Reise im Zeichen der Enzyklika "Laudato Si"
Reise im Zeichen der Enzyklika "Laudato Si" © EOM

Guayaquil/München – Kardinal Reinhard Marx hat am Freitag seine Reise nach Ecuador, dem Partnerbistum der Erzdiözese München und Freising, mit einem Besuch der Stadt Guayaquil beendet. Sie stand vor allem im Zeichen der Umwelt- und Sozialenzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus, wie die Erzbischöfliche Pressestelle mitteilte. Der Münchner Erzbischof hielt mehrere Vorträge zur Papstenzyklika und nahm an Diskussionen zu sozialethischen Themen teil. Wiederholt rief er dazu auf, die Globalisierung zu gestalten und eine ganzheitliche Fortschrittsidee zu verwirklichen, um mögliche neue kriegerische Konflikte zu verhindern.

Kardinal Reinhard Marx im Gespräch mit Minenarbeitern.
Kardinal Reinhard Marx im Gespräch mit Minenarbeitern. © EOM

Fortschritt muss Menschen dienen

Vor allem ging es um die Ausbeutung der Bodenschätze in Lateinamerika und deren Folgen für Bevölkerung und Umwelt, hieß es. Im entlegenen Urwaldgebiet im Süden Ecuadors besuchte Marx im Laufe der Woche eine Goldmine und tauschte sich mit Minenarbeitern, ihren Familien und dem Präfekten der Region Zamora über die prekäre Situation der Bevölkerung und die Verschmutzung der Umwelt durch den Abbau von Bodenschätzen aus. Marx betonte, der Fortschritt müsse den Menschen dienen und dürfe nicht nur Kapitalinteressen multinationaler Konzerne berücksichtigen. Der Delegation gehörte auch der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, Hans Tremmel, an. (KNA)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Umweltschutz

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