Alleinerziehende mit Kindern in Rom Reisegruppe aus dem Erzbistum trifft Papst

04.09.2017

Das war für alle Beteiligten eine Überraschung: Papst Franziskus hat sich im Vatikan mit einer Gruppe aus dem Erzbistum München und Freising unterhalten.

Papst Franziskus mit der Gruppe von alleinerziehenden Müttern und ihren Kindern aus dem Erzbistum München und Freising.
Papst Franziskus mit der Gruppe von alleinerziehenden Müttern und ihren Kindern aus dem Erzbistum München und Freising © EOM

München/Rom – Papst Franziskus hat am Sonntag, 3. September, im Vatikan eine Gruppe von alleinerziehenden Müttern und ihren Kindern aus dem Erzbistum München und Freising getroffen. Die Begegnung fand nach dem Angelus-Gebet mit dem Heiligen Vater statt. Für die Gruppe war die Begegnung ein unerwarteter Höhepunkt auf ihrer einwöchigen Romreise. Der Papst sprach mit den Müttern und Kindern, gab ihnen allen die Hand und spendete der Gruppe seinen Segen. Zum Dank trugen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Franziskus ein Lied vor. Peter Beer, Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising, der die Reise teilweise begleitet, hatte dem Papst die Gruppe zu Beginn des Treffens vorgestellt. Susanne Ehlert, Leiterin des Sachgebiets „Alleinerziehende Mütter und Väter“ im Erzbischöflichen Ordinariat und Organisatorin der Reise, dankte Franziskus für sein Apostolisches Schreiben „Amoris laetitia“ vom April 2016 über die Liebe in der Familie, in dem er sich auch differenziert zu Themen wie Trennung und Scheidung äußert. Der Papst bat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Reisegruppe, für ihn zu beten.

Papst Franziskus begrüßt die Reisegruppe.
Papst Franziskus begrüßt die Reisegruppe. © EOM

Gemeinsam Freizeit verbringen

Die rund 15 alleinerziehenden Mütter und ihre Kinder waren am vergangenen Samstag in Rom eingetroffen. Noch bis 9. September erkunden sie vom dortigen Begegnungszentrum des Erzbistums München und Freising aus die italienische Hauptstadt. Die Fahrt wird vom Erzbistum bezuschusst und teilweise von Generalvikar Peter Beer begleitet. Die Alleinerziehenden und ihre Kinder, die zwischen acht und fünfzehn Jahre alt sind, sollen so unabhängig von ihrem Einkommen gemeinsame Freizeit verbringen, spirituelle und kulturelle Einblicke gewinnen und Weltkirche erleben können.

Mit einem Gottesdienst mit Generalvikar Beer in der Hauskapelle des Begegnungszentrums „Casa Santa Maria. Patrona della Baviera“ begannen am Sonntag die gemeinsamen Tage. Die Kinder und ihre Mütter werden im Laufe der Woche noch viele ungewöhnliche Programmpunkte erleben: Sie besuchen die Wachablösung der Schweizergarde im Vatikan, besichtigen die Synagoge sowie das jüdische Viertel und verbringen einen Nachmittag in der Parkanlage Villa Borghese. Auch ein Tag am Meer in dem kleinen Badeort Santa Severa ist eingeplant.Auf dem Programm stehen auch klassische Ziele wie Kolosseum und Forum Romanum, die Basilika Sankt Paul vor den Mauern und der Petersdom, die Piazza Navona und der Trevi-Brunnen sowie die Domitilla-Katakomben. Die Vatikanischen Museen und die Sixtinische Kapelle besucht die Gruppe abends, wenn der Besucherandrang geringer ist. (pm)


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